Medizintechnik

Roboter verbessert Erfolgschancen bei Hüft-Operationen

Doktoranden des Imperial College London haben mit dem so genannten Wayfinder einen Chirurgie-Roboter entwickelt, der Hüftoperationen so einfach machen soll, dass sie sogar Studenten durchführen können. Normalerweise gelten Eingriffe, bei denen der Gelenkskopf mit einer Chromlegierung erneuert wird, als sehr schwierig und erfordern eine jahrelange Erfahrung.

Untrainierte Studenten, die den Roboter für virtuelle Operationen eingesetzt haben, erreichten eine hohe Genauigkeit. Derzeit werden laut BBC an vier britischen Krankenhäusern Tests durchgeführt. Jährlich werden allein in Großbritannien bis zu 5.000 derartiger Hüftoperationen von Chirurgen durchgeführt.

Normalerweise durchlaufen unerfahrene Chirurgen eine Lernkurve, wenn sie sich mit dieser Art des Eingriffes vertraut machen. Werden Hüftknochen nicht optimal operiert, kommt es zu Verschleißerscheinungen. Die Folge sind weitere schmerzhafte und kostenintensive Eingriffe. Um zu beweisen, wie einfach die neue Technologie eingesetzt werden kann, beobachteten die Wissenschaftler 32 Medizinstudenten, die Operationen an einem Hüftmodell durchführten. Ähnlich wie ein GPS-System erkennt die Technologie die Bewegungen der chirurgischen Instrumente und vergleicht sie mit genauen Bildern der Knochen. Damit kann der Chirurg ein virtuelles Modell vom Verlauf der Operation in Echtzeit sehen.

Der Computer zeigt dann an, wo die Einschnitte gemacht werden sollten und berechnet den richtigen Winkel für das Einsetzen der Stücke aus der Chromlegierung. Mit dem neuen Verfahren gelang es den Studenten den Eingriff drei Mal genauer durchzuführen als mit konventionellen Methoden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Chirurgen die Operation vor dem Eingriff virtuell üben können.



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