Bosch fertigt neuen Lenkwinkelsensor aus PBT-Kunststoff Ultradur High Speed
Der Lenkwinkelsensor ist ein wesentlicher Bestandteil für die Sicherheit im Fahrzeug, und gibt Informationen über die Position des Lenkrads an das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) weiter. Daher sitzt das Bauteil mit seiner Elektronik direkt an der Lenksäule.
Ultradur-Lenkwinkelsensoren sind dünnwandig und mit Laser beschriftbar
Die ersten Lenkwinkelsensoren wurden bei Bosch aus einem Standard-PBT gefertigt. Für die jetzige Sensorgeneration, die vor Kurzem in Serie gegangen ist, kam dieser Kunststoff nicht mehr in Betracht. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen hinsichtlich des Bauraums musste der neue Sensor noch dünnwandiger und filigraner ausgelegt sein.
Das anspruchsvolle Spritzgießwerkzeug kann mit Standard-PBT nur zu einem Drittel gefüllt werden. Mit dem hoch fließfähigen PBT Ultradur High Speed, dessen gute Verarbeitbarkeit auf einer von BASF speziell entwickelten Nanotechnik beruhe, sei der Sensor ohne Schwierigkeiten im Spritzgießverfahren herzustellen.
Der Kunststoff ist laserbeschriftbar. Das ermöglicht, die Bauteile mit sehr feinen, so genannten Data-Matrix-Codes zu kennzeichnen. Dadurch sind auf kleinster Fläche zahlreiche Bauteilinformationen enthalten.
Weil das hoch fließfähige PBT geometrische Details mit einer hohen Präzision wiedergeben und so enge Maßtoleranzen einhalten kann, lässt sich der Sensor fahrzeug- und funktionsabhägig auslegen. Auch der Übergang von Verschraubung zu Schnappverbindungen ist mit dem BASF-PBT gelungen.
Weltweite Kooperation
Die Entwicklung des Sensors fand bei Bosch in Abstatt statt. Bei der australischen Bosch-Tochter werden die Bauteile endoptimiert und montiert. Von BASF waren Fachleute aus Melbourne, Singapur und Ludwigshafen an der Sensorentwicklung beteiligt, so dass laut dem Kunststofferzeuger Produkt- und Regional-Know-how geschickt zusammenfließen konnten. Der Kunststoff ist für den weltweiten Einsatz bei Bosch zugelassen.



