Tagung: Europäische Sprachen – Kommunikation mit der Welt
Der erste Teil (2./3. Juni 2007) zeigte Perspektiven auf, welche Chancen kreative Vielsprachigkeit auch und gerade im Zeitalter der Globalisierung in sich birgt. Zu Gast waren Schriftsteller und Wissenschaftler aus Amerika, Afrika und Europa.
Die Identität Europas wird vom Netzwerk seiner Sprachen und Kulturen bestimmt. Deshalb sollen die Europäer von heute und morgen polyglott sein. Vertreter verschiedener Kontinente präsentieren hier unterschiedliche Strategien transnationaler kultureller Kreativität. Zwar verweigern sie sich dem Englischen als “lingua franca” nicht, suchen aber dennoch nach alternativen Möglichkeiten, Unterschiede und Reichtum der Sprachen im Dialog mit der Welt zu stärken.
Im zweiten Teil der Tagung wird nun die lateinamerikanische und europäische Literatur als Laboratorium transkultureller Kreativität präsentiert, mithin als Modell für Europa in der heutigen Phase der Globalisierung. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem Werk der mexikanischen Schriftstellerin, Essayistin und Wissenschaftlerin Margo Glantz zu. Margo Glantz (geb. 1930) wuchs als Kind jüdisch-russischer Auswanderer in Mexiko auf und verbrachte später längere Zeit u.a. in Paris (wo sie an der Sorbonne promovierte) und London (als Kulturattachée der Mexikanischen Botschaft). Sie war Professorin an der Universität von Mexiko und Gastprofessorin an zahlreichen US-amerikanischen Universitäten. Für ihr stark autobiographisch geprägtes Werk erhielt sie zahlreiche internationale Preise.
Tagungsprogramm: http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/EuropaeischeSprachen
