Molekulare Marker zur minimal-invasiven Diagnostik von Hirntumoren
An der Universität des Saarlandes wurden in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Eckart Meese spezifische Merkmale der Tumorzelle (Proteine) identifiziert, die als Ansatzpunkt für eine verbesserte spezifi-sche Diagnostik Verwendung finden kön-nen. Es wurden Tumorantigene identifiziert, die spezifisch in Patienten mit Gliomen bzw. Meningeomen eine Immunreaktion auslösen.
Im Gegensatz zu bisherigen diagnostischen Verfahren, die auf einer einzelnen Antikörperreaktion gegen ein bestimmtes Antigen beruhen (Prostata-spezifisches Antigen), wurden Gruppen von Antigenen zusammengestellt, die bei den angesprochenen Hirntumoren eine Antikörperreaktion auslösen. Durch die Zusammenstellung dieser Antigengruppen wird eine wesentlich höhere Spezifität des Nachweises und eine wesentlich höhere Sensitivität des Nachweises erreicht. Dies bedeutet in der Praxis, dass gegenüber Verfahren, die nur auf dem Einsatz eines einzelnen Antigens beruhen, Tumorpatienten mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit identifiziert werden und gesunde Spender nur mit einer äußerst geringen Wahrscheinlichkeit fälschlicherweise als Tumorpatienten diagnostiziert werden. Darüber hinaus liegt der Wert die-ser Untersuchung darin, dass die entspre-chenden Antikörpernachweise an Blutserum durchgeführt werden und damit erstmals eine minimal-invasive Diagnostik von Hirn bzw. Hirnhauttumoren zur Verfügung steht.
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