Antithrombin III – Therapie von Angiogenese-abhängigen Krankheiten
Die Erfindung zeigt, dass antiangiogenes Antithrombin III ein Spaltprodukt bzw. ein in seiner Konformität verändertes Protein aus nativem Antithrombin III ist. Die Applikation von nativem Antithrombin III führt in vivo, da die Tumorzellen in der Lage sind Antithrombin III zu spalten oder in seiner Konfiguration zu verändern, zu einer Reduktion bzw. zu einem Wachstumsstop durch Hemmung des Gefäßwachstums.
Dies bedeutet, dass natives Antithrombin III auch direkt in der Therapie eingesetzt werden kann. Eine gesonderte teure, aufwendige und zeitintensive Medikamentenzulassung ist nicht notwendig, da natives Antithrombin III ein bereits im Handel zur Behandlung von Entzündungsreaktionen befindliches Medikament ist. Experimente zeigen, dass Antithrombin III zu einer Reduktion des Wachstums der Blutgefäße führt und damit zu einer Reduktion des Tumors. Es ist sehr gut zum Einsatz in der Tumor-Angiogenese geeignet. In vivo-Versuche mit Mäusen bestätigen dies, eine Therapie mit 50mg/kg/Tag Antithrombin III führt zu einer deutlichen Hemmung der Angiogenese durch reduzierte Mikrogefäßdichte und bewirkt letztlich sogar eine vollständigen Blockierung des Tumorwachstums.
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Dr. Peter Stumpf
