Transport- und Verkehrssysteme können mit supraleitender Magnetschwebetechnik neuartige Anwendungen erschließen. Ob sich supraleitende Magnetlager für den Einsatz in öffentlichen Personenverkehrssystem eignen können, darauf geben Wissenschaftler und Techniker auf der Hannovermesse vom 11. bis 15. April 2005 auf dem Gemeinschaftsstand SuperConductingCity in Halle.2 – Stand D 26 erste Antworten. Hier wird das personentragende Funktionsmodell SupraTrans ST 01 in der Öffentlichkeit präsentiert.
Seit zwei Jahren arbeiten sächsische, mittelständische Firmen aus dem Bereich der Verkehrs- und Antriebstechnik gemeinsam mit Dresdner Wissenschaftlern am Projekt SupraTrans. Mit diesem Projekt soll die Technik supraleitender Magnetlager für großtechnische Anwendungen in Transportsystemen zugänglich gemacht werden. Das der ersten elektrischen Lokomotive von 1879 äußerlich ähnelnde Fahrzeug enthält die wesentlichen technischen Komponenten eines funktionsfähigen Verkehrssystems. Testpersonen werden SupraTrans auf sieben Meter Fahrstrecke mit 10 mm Schwebehöhe berührungsfrei schwebend mittels Linearantrieb bewegen, immerhin kann SupraTrans ST 01 etwa 350 kg Nutzlast tragen.
Im Verbundprojekt SupraTrans arbeiten die Partner Baumüller Kamenz GmbH, Cideon Engineering GmbH Bautzen, Dresdner Verkehrsbetriebe AG, ELBAS Elektrische Bahnsysteme Ingenieur-Gesellschaft mbH Dresden, Leibniz-Institut für Festköper- und Werkstoffforschung Dresden, Technische Universität Dresden und Zentrum für angewandte Forschung und Technologie (ZAFT) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (FH) Dresden zusammen. Das Vorhaben wird im Rahmen der Technologieförderung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2000 – 2006 und mit Mitteln des Freistaates Sachsen gefördert.




