Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnelle Produktentwicklung durch Mikro-Lasersintern

13.09.2007
In einem von der Europäischen Union geförderten Verbundprojekt entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein schnelles Herstellungsverfahren für Mikro-Rapid Prototyping, das Mikrostrukturen (< ca. 200 µm) direkt und somit schnell und kostengünstig aus metallischen Werkstoffen produzieren kann.
Der Erfolg von Produkten hängt oft von einer schnellen Entwicklungsphase ab. Für Mikrobauteile gibt es allerdings keine schnellen Herstellungsverfahren des Rapid Prototypings, die Mikrostrukturen (

In einem von der Europäischen Union geförderten Verbundprojekt entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien, Rumänien, Polen, Zypern und Belgien eine Lösung für dieses Problem, indem Bauteile und Prototypen mit Geometrien im Mikrometerbereich durch den Einsatz des Mikro-Lasersinterns schnell und günstig hergestellt werden.

Im Projekt "Manudirect" (aus dem Begriff "direct manufacturing") sollen die folgenden Elemente entwickelt werden:

- Ein laserbasiertes Maschinensystem für den einstufigen Mikro-Lasersinterprozess,

- Einsatz von verschiedenartigen Werkstoffen in einem Werkstück, die an die jeweilige Funktion angepasst sind,

- neue nano-phasige metallische Werkstoffe für hohe Verschleißfestigkeiten bei verbleibender Duktilität,

- neue Metall-Keramik-Verbundwerkstoffe,

- Datenbanken zur Auswahl von Werkstoffen entsprechend der jeweiligen Bauteilbereiche,

- neue Pulverfördertechnik für kleine Mengen von Mikropartikeln,

- neue Schweißdüsen für optimiert fokussierte Pulvermassenströme,

- hohe Fertigungsproduktivität kombiniert mit räumlichen Auflösungen von bis zu 50 µm in allen Raumrichtungen,

- Methoden für den integrierten Entwurf von Bauteilen.

Manudirect wird der Industrie eine neue Fertigungsplattform für die Herstellung von metallischen und keramischen Werkstoffen zur Verfügung stellen, welche auf hohe Genauigkeit, hohe Wirtschaftlichkeit und den Einsatz von verschiedenartigen Werkstoffen in einem Bauteil optimiert wird.

Ergebnisse aus dem Projekt sollen in vielen Anwendungsbereichen und speziell der Fertigungstechnik zu neuen positiven Entwicklungen führen. Vor allem in den Bereichen Mikroengineering und Biomedizintechnik werden positive ökonomische Auswirkungen erwartet.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Bauteil Herstellungsverfahren LZH Mikro-Lasersintern Mikrostruktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Ausweg aus dem Chrom-Verbot
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften