Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laserschweißen: Innovation für Airbags und technische Textilien

03.08.2007
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickelt derzeit ein lasergestütztes Verfahren zum Schweißen von Airbags.

Ziel ist insbesondere eine stärkere Automatisierung und erhöhte Flexibilität des Produktionsprozesses.

Technische Textilien stellen ein bedeutendes Standbein der deutschen Textilindustrie dar. Durch vielfältige Produkt- und Prozessinnovationen erweist sich dieser Teilsektor im internationalen Vergleich als ausgesprochen wettbewerbsfähig. Als Prozessinnovation gilt das Laserschweißen von technischen Textilien wie sie unter anderem in Filtermaterialien, Sport- und Funktionsbekleidung sowie in Airbags Verwendung finden.

Gegenwärtig werden weltweit Luftsäcke für Airbags genäht. Dieser Prozess ist sehr arbeitsintensiv und das Automatisierungspotenzial ist weitgehend ausgeschöpft. Außerdem erfolgt eine Bewertung der Nahtqualität visuell, wobei das Bewertungsergebnis sehr subjektiv ist und häufig zu Fehlklassifikationen führt.

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickelt derzeit ein lasergestütztes Verfahren zum Schweißen von Airbags. Ziel ist insbesondere eine stärkere Automatisierung und erhöhte Flexibilität des Produktionsprozesses.

Das Prinzip des Laserschweißens von Polymeren basiert auf einem Durchstrahlschweißprozess, bei dem die Strahlung einen der im Überlappstoß angeordneten Fügepartner durchdringt. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit der Energieeinbringung direkt in die Kontaktzone der beiden Fügepartner.

Das Laserschweißen von Airbags ermöglicht als alternatives Fügeverfahren sowohl eine wesentlich stärkere Automatisierung des Fügeprozesses wie auch der Qualitätskontrolle. Neben der Entwicklung der werkstofftechnischen Grundlagen sollen Aspekte der Qualitätssicherung sowie des Produktdesigns Berücksichtigung finden. Letzteres wird auch vor dem Hintergrund neuartiger Funktionalitäten betrachtet. So wäre es beispielsweise möglich, durch gezielte Nahtunterbrechungen und -festigkeiten, ein Airbag stufenweise aufzublasen. Dies ist derzeit nur unter Verwendung eines mehrstufigen Generators möglich.

Neben der Airbagproduktion soll eine Vermarktung der Technologie in anderen Bereichen der Textilindustrie angestrebt werden. Das Projekt wird vom BMBF im Rahmen des Programms "Fügen in Produktlebenszyklus" gefördert und vom LZH gemeinsam mit dem Airbag-Hersteller ASCI GmbH & Co. KG und weiteren industriellen Projektpartnern durchgeführt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Airbag Automatisierung LZH Laserschweißen Textil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mitarbeiter der Hochschule Ulm entwickeln neue Methode zur Desinfektion von Kontaktlinsen
17.07.2017 | Hochschule Ulm

nachricht Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
07.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten