Dabei handelt es sich um elektrisch beheizbare Formen zur Herstellung von Kunststoff-Formteilen. Durch den speziellen Aufbau, bei dem das kohlenstoff-faserverstärkte (CFK) Laminat sowohl die tragende Form übernimmt als auch als Widerstandsheizung fungiert, sinken Energieaufwand und Kosten erheblich. Aufgrund der besonderen Werkstoffanordnung sind die Formen trotz möglicher Temperaturunterschiede während des Herstellungsprozesses außergewöhnlich dimensionsstabil.
Die CFK-Heizformen können überall da zum Einsatz kommen, wo kleinere oder mittlere Serien von Kunststoffbauteilen gefertigt werden. Beispiele für die Anwendung sind Windkraftrotoren, Bootsrümpfe, Innenverkleidungen von Flugzeugen und Schienenfahrzeugen, Formteile für die Medizintechnik oder Hochdächer für Transporter oder Anhänger.
Es liegen bereits umfangreiche Testergebnisse vor. In ersten Serienanwendungen wurden Innenverkleidungen für die Luftfahrtindustrie hergestellt, wobei der innovative Formenbau die Fertigungskosten auf die Hälfte reduzierte. Für das Verfahren bietet die FH in Verbindung mit der Patentverwertungsagentur Provendis interessierten Unternehmen Lizenzen an.
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Prof. Dr. Herbert Funke
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