Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Strahler für die Photovoltaik

05.04.2007
  • Infrarot-Strahler übertragen kontaktfrei hohe Energiemengen
  • Durch Reflektoren wird Infrarot-Strahlung gezielt aufgebracht
  • Heraeus Noblelight präsentierte einen neuen Quarzreflektor auf der PV Expo im April in München
  • Trocknen, Sintern oder Stringlöten – die Herstellung von Solarzellen braucht Wärme in vielen Prozessschritten. Infrarot-Strahlung überträgt Wärme kontaktfrei und mit hoher Energie. Das spart Zeit und Produktionsfläche.

    Infrarot-Wärme wird mit Reflektoren effizienter genutzt, das spart Energie und wertvollen Produktionsraum. Ein neu entwickelter Quarzreflektor sitzt direkt am Strahler und hilft, Infrarot-Strahlung auch im Vakuum effizienter zu nutzen. Copyright Heraeus Noblelight 2007

    Die Vorteile der Infrarot-Wärme sind auch unter extremen Prozessbedingungen nutzbar. Dank eines neu entwickelten Quarzreflektors können Wärmeprozesse im Vakuum oder bei hoher Umgebungstemperatur wesentlich besser durchgeführt werden.

    Heraeus Noblelight zeigte Infrarot-Strahler mit dem neuen Reflektor auf der "Photovoltaic Technology Show 2007 Europe" Anfang April in München.

    Infrarot-Strahler sind kompakt gebaut und übertragen große Energiemengen ohne ein Kontaktmedium. Das macht Wärmeprozesse im Vakuum möglich und hilft zudem, wertvollen Produktionsplatz effizient zu nutzen. Gegenüber Metallrohrstrahlern, den Wärmequellen, die bisher häufig unter Vakuumbedingungen eingesetzt wurden, besitzen Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight eine höhere Leistungsdichte und sind erheblich reaktionsschneller. So können Wärmeschritte schneller und wesentlich kontrollierter durchgeführt werden.

    Auf der PV Expo konnten Besucher am Stand von Heraeus einen Infrarot-Strahler mit einem neu entwickelten Reflektor aus opakem Quarzglas in Betrieb kennen lernen. Ein eigens für die Messe gebautes Modul demonstrierte, dass durch den Reflektor die Wärmestrahlung direkt auf das Produkt ausgerichtet wird und gab einen Eindruck davon, wie durch den verbesserten Prozess Energie eingespart werden kann.

    Infrarot-Strahler mit Quarzreflektor werden bereits bei der Herstellung von Solarzellen eingesetzt. Sie erwärmen Trägermaterialien vor oder während der Beschichtung besonders effektiv, weil diese Prozesse im Vakuum oder bei sehr hohen Umgebungstemperaturen stattfinden.

    Der neue Reflektor konnte sich rasch neue Anwendungsgebiete erobern, er kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn es um das Aufbringen der Si-N-Schicht geht, aber auch zum Vorwärmen bei Diffusions- oder Sputterprozessen oder bei der Trocknung von Substraten. Bei diesen Wärmeprozessen hat sich gezeigt, dass durch den Einsatz der Infrarot-Strahler mit dem neuen Reflektor Prozessparameter wie die Temperatur oder die Einwirkzeit besser eingehalten werden können.

    Opakes Quarzglas setzt Maßstäbe

    Der neue Quarzreflektor besteht anders als die bisher üblichen Reflektoren nicht aus Gold oder Metalloxiden, sondern aus opakem Quarzglas. Quarzglas ist äußerst hitzebeständig und weitgehend resistent gegen den Angriff von Säuren, Laugen und anderen aggressiven Stoffen.

    Eine Goldbeschichtung direkt auf den Infrarot-Strahlern reflektiert die Strahlung sehr effektiv, durch sie wird die wirksame Strahlung auf das Produkt nahezu verdoppelt. Messungen haben gezeigt, dass das opake Quarzmaterial eine Reflektivität von etwa 60 bis 70 % besitzt. Damit ist es zwar schwächer als Gold, aber ähnlich der Reflektivität eines hochpolierten Aluminiumreflektors. Ein Aluminiumreflektor verliert seine Reflektivität nach und nach, da sich an seiner Oberfläche im Laufe der Zeit Aluminiumoxid bildet. Quarzglas dagegen bildet auch im Dauereinsatz keine solche Oxidschicht.

    Der neue Reflektor sitzt direkt am Strahler und daher ist, anders als bei einem externen Reflektor, kein zusätzlicher Aufwand nötig, um ihn zu positionieren.

    Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich und China, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2005 einen Jahresumsatz von 79 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 644 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

    Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Sensoren, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz von über 9 Milliarden Euro und weltweit mehr als 10.600 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit mehr als 150 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

    Das hohe Innovations- und Entwicklungspotential im Unternehmen wird intensiv und gezielt gefördert. Durch kundennahe Produktentwicklungen und gezielte Akquisitionen baut Heraeus seine führende Position in verschiedenen Industriebereichen aus.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    Hersteller:
    Heraeus Noblelight GmbH
    Reinhard-Heraeus-Ring 7
    D-63801 Kleinostheim
    Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
    E-Mail hng-infrared@heraeus.com
    Redaktion:
    Dr. Marie-Luise Bopp
    Heraeus Noblelight GmbH,
    Abteilung Marketing/Werbung
    Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
    E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com

    Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
    Weitere Informationen:
    http://www.heraeus-noblelight.com

    Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

    nachricht Elektrodenmaterialien aus der Mikrowelle
    18.10.2017 | Technische Universität München

    nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
    12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

    Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

    Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

    Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

    Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

    Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

    Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

    Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

    Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

    „Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

    Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

    Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

    Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

    Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

    Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

    Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

    Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

    Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

    Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

    Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

    Anzeige

    Anzeige

    IHR
    JOB & KARRIERE
    SERVICE
    im innovations-report
    in Kooperation mit academics
    Veranstaltungen

    Das Immunsystem in Extremsituationen

    19.10.2017 | Veranstaltungen

    Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

    19.10.2017 | Veranstaltungen

    Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

    19.10.2017 | Veranstaltungen

     
    VideoLinks
    B2B-VideoLinks
    Weitere VideoLinks >>>
    Aktuelle Beiträge

    Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

    20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

    Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

    20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

    Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

    20.10.2017 | Förderungen Preise