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Nachwuchs für Kunststoffe in Geesthacht

27.02.2007
Polyoxadiazol Nanokomposite sind Kunststoffe mit ganz besonderen Eigenschaften.

Ab 1. März soll eine neue Helmholtz-Nachwuchsgruppe am GKSS- Forschungszentrum in Geesthacht herausfinden, wie diese Kunststoffe gezielt hergestellt und genutzt werden können. Gelingt dies, dann ergeben sich neue außergewöhnliche Werkstoffe für die Energie-, Verkehrs- und Beschichtungstechnologie.

Kunststoffe mit mehreren Funktionen

Die Nanokomposite ertragen im Vergleich zu vielen anderen Kunststoffen ungewöhnlich hohe Temperaturen von über 400° Celsius und werden durch die Einlagerung von feinen Kohlenstofffasern extrem leicht und fest. Eingesetzt als Membranen in der Brennstoffzelle könnten Sie Wasserstoff als Energielieferant nutzbar machen. Als Beschichtungsmaterial für Magnesium und als Komponenten im Karosseriebau würden sie neue Möglichkeiten zum Bau leichterer Kraftfahrzeuge schaffen.

Förderung durch Helmholtz-Gemeinschaft

Die brasilianische Chemieingenieurin Dr. Dominique de Figueiredo Gomes wird mit ihrer neuen Nachwuchsgruppe am Institut für Polymerforschung bei GKSS die Kunststoffe synthetisieren und erproben. Die Forschergruppe von Frau Gomes wird durch Sondermittel der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten deutschen Forschungsorganisation, finanziert.

Die Gemeinschaft, der auch das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht angehört, hat die individuelle Förderung junger, talentierter Forscherinnen und Forscher als ein wichtiges Ziel in ihrer Mission verankert. Sie bietet den besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus dem In- und Ausland mit Einrichtung und Leitung eigener Arbeitsgruppen sehr gute Bedingungen mit früher Selbständigkeit und wissenschaftlicher Entfaltung.

Wird die Leistung der Nachwuchswissenschaftler nach drei- bis vierjähriger Tätigkeit durch unabhängige Experten im Rahmen einer Zwischenbegutachtung bestätigt, erhalten sie ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Besonderer Wert wird auf eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen gelegt. Frau Gomes kooperiert im Rahmen der Funktionalisierung der Polyoxadiazol Nanokomposite eng mit der Technischen Universität Hamburg-Hamburg. "In Geesthacht und Hamburg erarbeiten wir gemeinsam Konzepte, um das Potenzial der verstärkten Polymere intelligent zu nutzen.

Diese Kunststoffe könnten außer im Automobil- und Flugzeugbau in vielen technischen Bereichen einsetzbar sein und da sie leicht und fest zugleich sind durch Gewichtsersparnis Energie einsparen", erläutert

Frau Gomes ihre Vision. Die finanzielle Ausstattung der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen umfasst rund 250.000 € jährlich und die Laufzeit beträgt 5 Jahre.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne:

Dr. Torsten Fischer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH
Max-Planck-Straße 1
21502 Geesthacht
Telefon: +49 (0) 41 52 / 87 - 1677
Email: torsten.fischer@gkss.de
Die GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH mit den Standorten Geesthacht in Schleswig-Holstein und Teltow bei Berlin in Brandenburg ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Industrie für Wissenschaft und Entwicklung in den Bereichen Küstenforschung, Funktionale Werkstoffsysteme, Regenerative Medizin sowie der Strukturforschung mit Neutronen und Photonen.

Dr. Torsten Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gkss.de/

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