Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Entwicklungen beim Trennen von Glas mit dem Scheibenlaser

06.10.2006
Das auf laserbasierte Glasbearbeitung spezialisierte Unternehmen H2B Photonics und der Laserhersteller ROFIN präsentieren ein neues Verfahren für das Trennen von Glas mit dem Scheibenlaser. Zu sehen auf der GLASSTEC 2006 vom 24. bis 28. Oktober in Düsseldorf, Halle 11 / Stand A45.

Das MLBA(TM) Trennverfahren für Flachglas

Das Multiple-Laser-Beam-Absorption (MLBA)-Verfahren trennt einzelne Glasscheiben in 0,2 mm bis 24 mm Dicke oder auch mehrschichtige Gläser (Displayglas, Verbundglas) in einem Arbeitsgang! Ein anschließendes Brechen, wie sonst üblich, entfällt und führt für den Kunden zu Einsparungen von Produktionszeit bis zu 50%. Weltweit einzigartig ist das selektive Trennen einzelner Glasscheiben im Glasstapel, sowie das einstufige Trennen von Konturen, was neue Möglichkeiten in der Glasbearbeitung erschließt. Aktuelle Weiterentwicklungen der MLBA Technologie durch H2B im Zusammenhang mit der neuen Scheibenlasergeneration von ROFIN erweitern den Anwendungsbereich auf borosilikatische Gläser mit deutlich gesteigerten Trenngeschwindigkeiten.

Der Nutzen für den Kunden liegt auf der Hand: Bei dem sauberen, berührungslosen MLBA Verfahren wird das Glas nicht durch Zusatzstoffe (Kühlmedien, Schneidöl) oder Glassplitter verschmutzt. Es eignet sich dadurch sehr gut für die Bearbeitung empfindlicher Glasprodukte oder den Einsatz in sensiblen Produktionsumgebungen. Die hochwertige Kantenqualität ohne Absplitterungen und Mikrorisse erhöht die Festigkeit der Glasbauteile um den Faktor 2! Produktionsverluste durch Glasbruch oder mechanische Beschädigung der hochwertigen Glasprodukte werden auf ein Minimum reduziert.

... mehr zu:
»H2B »MLBA »Photonic »ROFIN »Scheibenlaser

Zum Verfahren: MLBA verwendet YAG-Laserstrahlung, die im Gegensatz zu der sonst üblichen CO2 Laserstrahlung im gesamten Glasvolumen absorbiert wird. Durch ein speziell entwickeltes Reflektorsystem wird der Laserstrahl mehrfach durch das Glas gelenkt. Auf diese Weise wird die Laserenergie optimal genutzt, das Glas wird durch einen thermisch induzierten Spannungsbruch in einem einzigen Arbeitsschritt sauber getrennt.

Das Tubocut Trennverfahren für Rohrglas

Auch das Tubocut Verfahren nutzt YAG Laserstrahlung um Rohrglas und Hohlglas effektiv und splitterfrei zu trennen. Durch die besondere Anordnung von Laserstrahl und Werkstück wird die Energie effizient genutzt und erzeugt einen Trennungsbruch mit Kantenqualitäten, wie sie schon vom MLBA Verfahren bekannt sind. Dies reduziert maßgeblich den Ausschuss bei nachfolgenden thermischen Bearbeitungsschritten und bietet dem Kunden eine hohe Prozesssicherheit.

Der Scheibenlaser erschließt neue Möglichkeiten in der Anwendung

Wie auch in anderen Anwendungsbereichen spielt der Scheibenlaser beim Trennen von Glas seine besonderen Stärken aus. Leistungsstabilität, Skalierbarkeit und herausragende dynamische Eigenschaften der ROFIN DS Serie im Leistungsbereich von 750 bis 3000W ermöglichen flexible und leistungsfähige Lösungen mit großer Bandbreite. Durch den Einsatz von YAG-Laserstrahlung können Lichtleitfasern eingesetzt werden. Dadurch wird der Laser als Werkzeug sehr flexibel und erlaubt eine einfache Integration in nahezu jede Produktionsumgebung. Durch Kopplung mehrerer Fasern an einen Laser wird die Realisierung hocheffizienter individueller Fertigungslösungen möglich und relativiert die Investition für die Laserstrahlquelle bezogen auf das Schneidsystem.

Produkte für individuelle Kundenlösungen

H2B Photonics entwickelt für seine Kunden individuelle Schneidlösungen auf Basis der MLBA Technologie. Zu dem Portfolio gehören die erforderlichen Reflektoren und Laser- Schneidköpfe, die individuell für den Prozess und die Produktanforderungen der Kunden ausgestattet werden und in bestehende Anlagentechnik integriert werden können.

Auf Kundenwunsch realisiert H2B individuelle Schneidlösungen, die mit der erforderlichen MLBA Schneidtechnik ausgestattet werden und als Komplettlösungen angeboten werden. Für weitergehende Anforderungen an die Prozessüberwachung bietet H2B integrierte Temperaturmesstechnik und Sensoren an, die für komplexe Schneidaufgaben zusätzliche Optionen bieten.

Anlagen und Prozesse werden durch Spezialisten der H2B Photonics und ROFIN gemeinsam beim Kunden installiert und eingefahren. Mitarbeitertraining und Beratung werden je nach Kundenwunsch im Applikationszentrum der H2B Photonics in Garbsen oder auch beim Kunden durchgeführt. Für die Systemlösungen werden ausschließlich Hochleistungs-Industrielaser des Partnerunternehmens ROFIN eingesetzt. Langjährige Erfahrung, Kompetenz und ein leistungsfähiges Servicenetz weltweit garantieren einen zuverlässigen Betrieb bei unseren Kunden.

Ansprechpartner:
H2B Photonics GmbH
Dipl.-Ing. Michael Haase
Managing Director
Telefon: +49-(0)511-762-182 50
e-mail: m.haase@h2b-photonics.de
ROFIN
Alejandro Becker
Sales Manager
Telefon: +49-(0)8151-776-206
e-mail: a.becker@rofin-muc.de

Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.h2b-photonics.de
http://www.rofin.com
http://www.photonicnet.de

Weitere Berichte zu: H2B MLBA Photonic ROFIN Scheibenlaser

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Projekt CeGlaFlex: Hauchdünne, bruchsichere und biegsame Keramik und Gläser
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Löschbare Tinte für den 3-D-Druck
24.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie