Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unsichtbare Markierung von lackierten Oberflächen

19.07.2000


... mehr zu:
»LZH »Lackschicht »Markierung »Unsichtbar
Mit dem Laser ist es möglich, unsichtbare Beschriftungen und Markierungen unterhalb der Lackoberfläche anzubringen. Durch Infrarot-Detektion ist werden die Markierungen sichtbar gemacht.

Unsichtbare Beschriftungen und Markierungen sind für viele Anwendungsfelder interessant. Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist beispielsweise die Erhöhung der Fälschungssicherheit von Dokumenten und Originalprodukten. Die verbreitetste Methode zur unsichtbaren Markierung stellt das Bedrucken mit fluoreszierenden Farben und Tinten dar, die mit Hilfe spezieller UV-Lampen zum Leuchten gebracht werden können.
Die unsichtbare Markierung im Infrarotbereich ist für manche Anwendungen eine interessante Alternative zu UV-Markierungen da die Infrarot-Markierung in oder unterhalb der Oberfläche angebracht wird. Im Rahmen eines vom EU geförderten Forschungsprojekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) wurde ein Verfahren zur Erzeugung und Infrarot-Detektion von unsichtbaren Lasermarkierungen auf lackierten Metallblechen und -körpern entwickelt.
Hierzu wird zunächst mit dem Laser eine sichtbare Anlaufbeschriftung auf dem Metall erzeugt, ohne dass es zu einem Materialabtrag kommt. Im folgenden Lackierprozess wird die Markierung durch die Lackschicht vollständig verdeckt und damit unsichtbar. Zum Lesen wird eine Infrarotkamera eingesetzt, die in der Lage ist, die Markierung durch die Lackschicht hindurch zu detektieren.
Das am LZH entwickelte Verfahren ist nicht auf Metallmarkierungen beschränkt. Auch andere zu lackierende Materialien können auf diese Weise unsichtbar markiert werden. Wichtig ist, dass es bei der Laserbeschriftung weder zu einem Materialabtrag oder -aufwurf noch zu einer thermisch bedingten Verzerrung der Oberfläche kommt, die man nach der Lackierung mit bloßem Auge sehen würde.
Da die Markierung unterhalb der Lackschicht angebracht wird, ist sie sowohl wetter- als auch abriebfest. Zur Entfernung der Lasermarkierung müsste zum einen die Lackschicht entfernt werden und zum anderen die darunterliegende Oberfläche manipuliert werden. Die Entfernung der Sicherheitsmarkierung würde dadurch Spuren hinterlassen, deren Beseitigung, wenn überhaupt, nur mit hohem Aufwand möglich ist.
In Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke in Stuttgart (FPL) wird ebenfalls versucht, die Markierung durch Druck mit Hilfe eines Tintenstrahlverfahrens in eine mehrstufige Lackschicht einzubringen.

Für mehr Information:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Herr Dr. Johannes Stein
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-341
Fax: +49 511 2788-100
e-mail: si@lzh.de
http://www.lzh.de

Michael Botts |

Weitere Berichte zu: LZH Lackschicht Markierung Unsichtbar

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren zur Inprozesskontrolle in der Warmumformung
18.08.2017 | Fachhochschule Südwestfalen

nachricht Forschungsprojekt zu optimierten Oberflächen von Metallpulver-Spritzguss-Werkzeugen
17.08.2017 | Hochschule Pforzheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie