Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rostschutz aus dem Vakuum

13.09.2000


© Fraunhofer FEP - Die PVD-Beschichtung

metallischer Platten und Bänder bietet verbesserte

Oberflächeneigenschaften und kann mit den herkömmlichen Verfahren in

Kosten und Qualität mithalten


... mehr zu:
»Karosserieteil »Platte »Schicht »Vakuum
Schichten schützen Dosen oder Karosserieteile vor Rost und verbessern die Haftung von Lacken und Farben. Mit einer In-line-Beschichtungsanlage lassen sich im Vakuum hauchdünne Schutz- oder
Funktionsschichten auf metallische Bänder und Platten aufbringen.

Damit Cola nach Cola, Wasser nach Wasser oder Bier nach Bier und nicht nach »Dose« schmeckt, wird das Blech mit einer hauchdünnen Schutzschicht überzogen. Das schützt die Dosen gleichzeitig vor Rost. Auch Karosserieteile werden so mit einem Korrosionsschutz versehen oder mit Schichten überzogen, die dafür sorgen, dass Lacke und Farben besser halten. Das Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden entwickelte verschiedene Vakuum-Verfahren, mit denen sich besser haftende und glattere Schutz- und Funktionsschichten auf metallischen Bändern und Platten erzielen lassen. Derzeit letzter Schritt: die In-line-Beschichtungsanlage MAXI. Hier können sich kleine und mittlere Unternehmen von der Effektivität der neuen Schichten überzeugen und Prototypen oder Kleinserien beschichten lassen.

Kernstück der Beschichtungsanlage sind vier aufeinanderfolgende, druckentkoppelte Kammern. In der ersten Station stehen verschiedene Vorbehandlungsverfahren zur Verfügung - vom einfachen Heizen über Ionenätzen bis zum Aufbringen einer dünnen Haftschicht mittels Magnetronsputtern. In den zwei darauf folgenden Kammern erfolgt die eigentliche Beschichtung. Dabei nutzen die Forscher sowohl konventionelle, insbesondere aber selbst entwickelte plasmagestützte Verfahren des Elektronenstrahlverdampfens. Zuletzt werden die aufgebrachten Schichten, beispielsweise thermisch, nachbehandelt. »Alle Arbeitsschritte erfolgen ohne Unterbrechung im Vakuum«, erklärt Dr. Christoph Metzner vom FEP. »Daher der Name In-line-Beschichtungsanlage.« Bis zu 20 Platten mit einer Größe von 0,5 m x 0,5 m können in einem Arbeitsgang auf Vorder- und Rückseite beschichtet werden. Bei Bändern liegt die maximale Breite bei 30 cm und die maximale Dicke bei 0,5 mm.

Anwendungen für die ultradünnen Schichten gibt es reichlich: Neben Korrosionsschutz und Lackhaftung für Karosserieteile lassen sich Edelstahlerzeugnisse im modernen Küchenbereich kratzfest beschichten. Selbst für die Architektur ist das Verfahren interessant. Fassadenbleche werden mit sehr harten Oxidschichten extrem abriebfest und lassen sich farblich gestalten. Eine noch visionäre Möglichkeit: Photovoltaik-Schichten direkt auf Bleche aufzubringen. Schon einsatzreif der Schutz für die bunten Getränkedosen - Bier und Cola schmecken wie sie schmecken sollen, auch nach langer Lagerzeit.


Ansprechpartner:
Dr. Christoph Metzner
Telefon: 03 51/25 86-2 40
Telefax: 03 51/25 86-5 52 40
E-Mail: metzner.c@fep.fhg.de
Fraunhofer-Institut für

Elektronenstrahl- und
Plasmatechnik FEP
Winterbergstrasse 28
01277 Dresden
Pressekontakt:
Annett Arnold
Telefon: 03 51/25 86-4 52
Telefax: 03 51/25 86-5 58 00
E-Mail: arnold.a@fep.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch |

Weitere Berichte zu: Karosserieteil Platte Schicht Vakuum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Kleben ohne Klebstoff - Schnelles stoffschlüssiges Fügen von Metall und Thermoplast
22.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics