Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mini-Werkzeuge für die Kunststoffindustrie durch Mikro-Lasersintern

08.11.2005


Mit dem Mikro-Lasersintern ist es möglich, Werkzeuge oder Formeinsätze für z.B. die Kunststoffindustrie mit Detailauflösungen im Bereich von 20-40 µm aufzubauen. Besonders Industrien aus den Elektronik-, Automobilbau-, Medizintechnik-, IT- und Mikromechanikbranchen können von dem Mikro-Lasersintersystem profitieren. Bauteile können billiger und schneller hergestellt werden, was auch zu Preisersparnissen beim Endverbraucher führen kann.


Prozessskizze des Mikro-Lasersinterns und lasergesintertes Stempelwerkzeug



Mit dem Mikro-Lasersintern ist es möglich, Werkzeuge für z.B. die Kunststoffindustrie mit Detailauflösungen im Mikrometerbereich aufzubauen. Dieses ist das Ergebnis eines fünfjährigen EU-Forschungsprojektes mit Partnern aus sechs europäischen Ländern. Weiterhin können Funktionsbauteile aus Metallen und Metall-Keramik-Werkstoffen aufbauend hergestellt werden.



Ziel des Projekts war, ein Lasersinter-System mit einer Auflösung von weniger als 50 µm zu entwickeln und in Betrieb zu setzen. Dazu war es nötig, nanophasige Pulver, hochgenaue Handhabungssysteme, Prozesssteuerung und Software zu entwickeln. Auch die Entwicklung eines Laserbearbeitungskopfes für das Laser-Mikrosintern war notwendig.

Bei der Entwicklung war es wichtig, die Fortschritte in der Lasertechnologie, die Nanopulvereigenschaften, die Laser-Material-Interaktion, die Schmelz- und Aushärteverhalten sowie die Wirkung der Schutzatmosphäre beim Lasersintern usw. zu kennen und zu beherrschen.

Tatsächlich war es möglich, Detailauflösungen im Bereich von 20-40 µm zu erreichen. Werkzeuge aus Eisen-Kupferlegierungen für das Kunststoffeinspritzverfahren mit einer Größe von 524 x 14 µm konnten mit einem Maschinenprototyp hergestellt werden und wurden erfolgreich getestet.

Die neue Technologie wird "microLS" (Mikro-Lasersintern) genannt. Sie wird für die Herstellung von Metallbauteilen (< 2 cm3), Werkzeugen oder Formeinsätzen verwendet. Das microLS-Verfahren kann zum Rapid-Prototyping und zum Rapid-Manufacturing von Mikrobauteilen eingesetzt werden. Besonders Industrien aus den Elektronik-, Automobilbau-, Medizintechnik-, IT- und Mikromechanikbranchen können von dem Mikro-Lasersintersystem profitieren. Bauteile können billiger und schneller hergestellt werden, was auch zu Preisersparnissen beim Endverbraucher führen kann. Schätzungsweise können Werkzeuge und Bauteile mit dem Laser-Mikrosinterverfahren viermal schneller als mit konventionellen Verfahren hergestellt werden.

Als Resultat der guten Projektergebnisse wurde eine Spin-off-Firma, die "microLS GmbH", unter Mitwirkung des LZH und Projektpartner MBN (Italien), mit Sitz in Deutschland gegründet. 2006 sollen die ersten Maschinen für das Laser-Mikrosintern auf dem Markt gebracht werden. Das Projekt wurde von der Europäischen Gemeinschaft unterstützt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Bauteil Kunststoffindustrie Mikro-Lasersintern Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau