Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

H2B Photonics vermarktet weltweit Laser - Trenntechnologie für Glas

18.08.2005


Mit dem so genannten Multiple Laser Beam Absorption Verfahren trennt die junge Hannoveraner Firma H2B Photonics Glaswerkstoffe in einem Arbeitsgang - nachgeschaltete teure Brech- und Schleifprozesse entfallen.



Noch vor einem halben Jahr waren Michael Haase, Oliver Haupt und Carsten Büsching ’ganz normale’ Forscher am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Doch ihre Idee, mit einem Festkörperlaser und einer besonderen Anordnung reflektiver Optiken Glas zu schneiden, sollte alles ändern! Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts MATRA wurde das Multiple Laser Beam Absorption Trennverfahren für Glaswerkstoffe von den drei Ingenieuren zu einem industrietauglichen Verfahren weiterentwickelt.

... mehr zu:
»Glaswerkstoff »H2B »Laser »Photonic


Das Ergebnis ist überzeugend: Die Kantenqualität der mit MLBA geschnittenen Glasteile ist durchaus mit der polierter Glaskanten vergleichbar. Da während des Schneidprozesses mit nah-infraroter Laserstrahlung keine Mikrorisse oder Splitter entstehen, werden zudem höhere Bauteilfestigkeiten als beim konventionellen Glasschneiden erreicht - und das bei Flach- und Hohlgläsern bis zu 24 mm Dicke. Auch gestapelte Flachgläser lassen sich gleichzeitig in einem Arbeitsgang schneiden.

Aufgrund der überaus positiven Resonanz auf MLBA entschloss sich das LZH-Team, die Vermarktung des Verfahrens in die eigenen Hände zu nehmen. Mit maßgeblicher Unterstützung durch PhotonicNet, dem niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien, gründeten sie im Mai 2005 die H2B Photonics GmbH.

Der asiatische Displaymarkt ist nur einer der angestrebten Zielmärkte. Auch in der Automobilindustrie sowie in den Bereichen Architekturglas und medizinische Glasprodukte sehen Haase und seine Kollegen ihre Kunden. Zu den Produkten der H2B Photonics zählen außerdem Reflektorkomponenten und Unterstützungsdienstleistungen, um interessierten Industrieanwendern die individuelle Umsetzung des MLBA-Verfahrens in deren Industrieumgebung zu erleichtern.

Mit ihrem Konzept gewannen die mutigen Forscher kürzlich einen der Preise beim Wettbewerb ’Gründercampus Niedersachsen’. Seit der erfolgreichen Teilnahme bei der Ansiedlungsinitiative ’Zukunftsfabrik Produktionstechnik’ firmiert H2B Photonics in Büroräumen des Produktionstechnischen Zentrums Hannover.

Kontakt:
Michael Haase, Oliver Haupt, Carsten Büsching
H2B Photonics GmbH
Schönbecker Allee 2
30823 Garbsen
Tel.: (0511) 762 18250
Fax: (0511) 762 18252

Kurz notiert:
H2B Photonics ist seit Juli 2005 Partner im PhotonicNet, dem niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien. Damit ist das Netzwerk von anfänglich 22 auf aktuell 38 Partner gewachsen.

Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.photonicnet.de
http://www.h2b-photonics.de

Weitere Berichte zu: Glaswerkstoff H2B Laser Photonic

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Startschuss für EU-Projekt: Charakterisierung der Schweißraupe für adaptives Laserauftragschweißen
15.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Innovatives Verfahren zur Aufbereitung von Raps
08.11.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klein aber Fein: Das Designhaus "Frankel" aus England

20.11.2017 | Unternehmensmeldung

Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme

20.11.2017 | Maschinenbau

Spin-Strom aus Wärme: Neues Material für höhere Effizienz

20.11.2017 | Physik Astronomie