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Geringere Kosten, weniger Gesundheitsrisiken

06.09.2001


Freuen sich über die guten Ergebnisse der Diplomarbeit: MFH-Mitarbeiter Wolf Schneider, Peter Gantenbrink von Kludi Diplomand Miguel Alonso Garcia und MFH-Professor Dr. Heinrich Reents (v.l.n.r.)


MFH-Student untersucht Alternativen zum konventionellen Kühlschmiermittel-Einsatz bei Kludi Bei der Kludi-Gruppe wird demnächst die Fertigung der Bad- und Küchenarmaturen mit weniger Kühlschmierstoffen auskommen. Dies bedeutet geringere Fertigungskosten, geringere Umweltbelastungen und geringere Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens.

Im Rahmen seiner Diplomarbeit untersuchte Miguel Alonso Garcia, Student der Produktionstechnik an der Märkischen Fachhochschule (MFH) Alternativen zum konventionellen Einsatz von Kühlschmier-stoffen. Mit Erfolg, wie Dipl.-Ing. Peter Gantenbrink von Kludi feststellt.

Die spanende Verarbeitung in der Industrie kommt ohne den Einsatz von Kühlschmierstoffen nicht aus. Dieser Hilfsstoff besitzt eine Reihe von positiven technischen Effekten. So lässt sich die zur Zerspanung erforderliche Energie und die damit entstehende Wärme reduzieren. Mit dem Einsatz der Kühlschmierstoffe sind aber auch erhebliche Kosten in Form von Materialkosten, Maschinenausfallkosten oder Entsorgungskosten, um nur einige zu nennen, verbunden. Hinzu kommen in nicht unerheblichen Maße Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter. Durch den Kontakt mit diesen Stoffen können Allergien, Hautkrankheiten oder Erkrankungen der Atemwege auftreten.

In seiner Diplomarbeit befasste sich Miguel Alonso Garcia schwerpunktmäßig mit den Einsatzmöglichkeiten der sogenannten Mini-malmengenschmierung als Alternative zur Vollstrahlschmierung. Bei dieser Technologie, die seit einigen Jahren bekannt ist, sich in den Unternehmen und bei den Maschinenherstellern aber noch nicht durchgesetzt hat, werden kleinste Mengen von Aerosolen im Druckluftstrom punktgenau auf die Zerspanstelle des Werkzeugs gesprüht. Dadurch verringert sich die Menge an einzusetzenden Kühlschmierstoffen erheblich. Überprüft wurde, ob eine Nachrüstung auf die Minimalmengenschmierung bei den vorhandenen CNC-Drehmaschinen und Bearbeitungszentren der Kludi-Gruppe sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die ersten Ergebnisse nach dreimonatigem Einsatz lassen sich sehen: Mit dem Einsatz der neuen Technologie wird pro Monat und pro Maschinen nur noch 1% der heutigen Kühlschmierstoffe verwendet. Die Maschinenreinigungszeit konnte erheblich gesenkt werden, da die Späne aufgrund der wesentlich geringeren Kühlschmierstoffmenge nicht durchnässt sind und sich im trockenen Zustand leichter aus dem Arbeitsraum entfernen lassen. Auch die Mitarbeiter sind zufriedener. Der eigene Arbeitsplatz ist nun sauberer und der Kontakt mit dem gefährdenden Kühlschmiermittel entfällt..

In der Kludi-Gruppe wird das Verfahren der Mininalmengenschmierung in Zukunft aus technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht verstärkt Berücksichtigung finden.

Birgit Geile-Hänßel | Pressemitteilung

Weitere Berichte zu: Gesundheitsrisiko Kludi-Gruppe Kühlschmierstoffe

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