Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochwertige Baumaterialien direkt von der Giftmüllkippe

26.07.2005


Die ständig wachsenden Mengen der erzeugten gefährlichen und giftigen Abfälle brachte die zwingende Notwendigkeit hervor, diese sicher und umweltfreundlich zu beseitigen. Um diesem Bedürfnis zu entsprechen, wurde im Rahmen des WASTILE-Projekts eine innovative Technologie entwickelt und demonstriert, die die Herstellung von Schaumglas zu Bauzwecken ermöglicht.



Die Deponie-Entsorgung von medizinischem und industriellem Giftmüll, der aus Schwermetallen, Furanen und Dioxinen besteht, geht mit einem erhöhten Risiko der Auswaschung in den Wasserkreislauf einher. Zusätzlich dazu umfasst die Beseitigung von gefährlichen Abfällen wie PCBs und Ölabfällen in der Regel eine sicher kontrollierte Lagerung. Man geht jedoch davon aus, dass dies in der Zukunft eventuell zu einem entscheidenden Problem führen kann.

... mehr zu:
»Abfall »Baumaterial »Hochwertig »WASTILE


Davon angetrieben, wurden im Rahmen des WASTILE-Projekts innovative Prozesse zur Wiederaufbereitung solcher Abfälle vor Ort entwickelt, d.h. die in den Produktionsprozess integriert werden können. Darüber hinaus kann die Übernahme dieser Prozesse zu bedeutenden Senkungen der bereits gelagerten Mengen führen. Trotz der umweltfreundlichen Aspekte der neuartigen Technologien kann selbst die Baubranche von ihnen profitieren, insbesondere von der Produktion wärmeisolierender Schaumglas-Technologien.

Das heißt im Einzelnen, die Anwendung von Abbauverfahren mittels Plasmalichtbögen für Giftmüll kann zur Bildung von verglaster Asche führen, die zur Herstellung von Schaumglas verwendet wird. Darüber hinaus weist das wärmeisolierende Schaumglas-Material auch einzigartige Eingenschaften auf, beispielsweise hohe Porösität, geringe Wasseraufnahme, Entflammbarkeit, geringes Gewicht, hohe Stärke sowie hohe chemische und biologische Haltbarkeit. Durch diese Merkmale eignet sich das innovative Material für zahlreiche spezialisierte Anwendungen auf den Gebieten Ingenieurwesen und Bau.

Die Ausarbeitung der Grundtechnologie kann zur Herstellung von porösen wärmeisolierenden Kacheln führen, die aus speziellen Mischungen verglaster Müllverbrennungsasche und Altglasscherben gefertigt werden. Die modernen Kacheln können als Basis für farbigen Putz oder gläserne Lacke, Wärmeisolatoren, wasserdichte Materialien, Brandschutzwände und Kollektoren für chemisch aggressive Substanzen genutzt werden. Darüber hinaus kann poröses Material in gekörnter Form auch als Aggregat für die Produktion von Leichtbeton genutzt werden. Für eine weitere Zusammenarbeit werden Partner gesucht, die ein Interesse am Abbau gefährlicher Abfallströme, an Plasma-Verfahren und an der Herstellung von Baumaterialien haben.

Bernadeta Procyk | ctm
Weitere Informationen:
http://www.agh.edu.pl/

Weitere Berichte zu: Abfall Baumaterial Hochwertig WASTILE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren zur Inprozesskontrolle in der Warmumformung
18.08.2017 | Fachhochschule Südwestfalen

nachricht Forschungsprojekt zu optimierten Oberflächen von Metallpulver-Spritzguss-Werkzeugen
17.08.2017 | Hochschule Pforzheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie