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Magdeburger Forscher entwickeln neues Verfahren für Pharmaprodukte

27.08.2001


Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert am Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein neues Forschungsvorhaben. Die Wissenschaftler um Professor Andreas Seidel-Morgenstern arbeiten derzeit an einem Verfahren, das hochveredelte Pharmaprodukte effizienter aufreinigt. Für die pharmazeutische Industrie ist insbesondere die Herstellung sogenannter optisch reiner Substanzen besonders wichtig. Dazu bedarf es der Trennung von Enantiomeren. Dies sind paarweise auftretende zueinander spiegelbildlich aufgebaute Moleküle, die sich in ihrer biologischen Aktivität unterscheiden und die deshalb bei der Herstellung von Pharmaka getrennt werden müssen. Durch gezielte Kombination von Chromatographie und Kristallisation versuchen die Magdeburger Wissenschaftler, die bei rein chromatographischen Trennungen anfallenden hohen Betriebskosten deutlich zu senken. Diese beiden etablierten Trennverfahren werden bisher weitgehend separat eingesetzt.

Das BMBF fördert das Forschungsvorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 1,4 Mio. DM. Die Mittel werden für Personalkosten und zur Beschaffung hochwertiger Laborapparaturen eingesetzt. Die Kooperationspartner sind neben der Schering AG in Berlin auch das in Magdeburg ansässige Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme. Diese Kooperation soll einen schnellen Know-how Transfer von der Wissenschaft in die industrielle Praxis ermöglichen.

Nähere Auskünfte zum Forschungsvorhaben erteilt gern: Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Leiter des Lehrstuhles für Chemische Verfahrenstechnik, Institut für Verfahrenstechnik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: (0391) 67-18643, Fax: (0391) 67-12028

Waltraud Riess | idw

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