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"Ambrosius" fährt auf ein millionste Waren-Transport-Tour

10.08.2001


Die Container werden nach jeder Fahrt in einer Anlage gewaschen - Foto: UKG


AWT im Uniklinikum Göttingen beförderte seit 1999 mindestens 100 Millionen Kilogramm Das Automatische-Waren-Transportsystem (AWT) des Universitätsklinikums hat in diesen Tagen den ein millionsten Waren-Container seit Installierung des neuen Rechner-Leitsystems im Jahr 1999 auf die Reise geschickt. Da alle Fahrwerke, die die Container transportieren, einen Namen tragen, könnte es zum Beispiel "Ambrosius" gewesen sein, der die Jubiläumstour gefahren ist. Es wurden seit 1999 mindestens 100.000 Tonnen (hundert Millionen Kilogramm) Waren durch die Anlage gefahren, wenn man von einer 50-prozentigen Gewichtsauslastung der Container ausgeht. Täglich fahren etwa 200.000 Kilogramm Material und Speisen über die rund 4,5 Kilometer lange unterirdische Schienenstrecke. Es gibt bis zu 2.500 Transporte pro Tag. Seit Inbetriebnahme des neuen Rechner-Leitsystems gab es kein einziges Mal eine steuerungsbedingte Störung oder Betriebsunterbrechung.

Das AWT transportiert insgesamt seit 1977 Waren über ein Schienensystem in unterirdischen Gängen und senkrechten Schächten. Über diese Schienen werden Speise-, Müll- und die so genannten Allgemeincontainer geleitet, in denen Wäsche, Apotheken- und anderes Versorgungsmaterial transportiert wird. An insgesamt 123 Sende- und Empfangsstationen im Versorgungs- und Ostgebäude, im Zentralgebäude Untersuchung, Behandlung, Forschung, Theoretische Medizin (UBFT), der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und den beiden Bettenhäusern können die Container be- und entladen werden.

Seit September 1999 ist die ganze Anlage mit einem völlig neuen Computersystem ausgestattet. 25 Weichengruppen, 92 elektrisch angetriebene Fahrwerke, 241 Speise-, 240 Müll- und 584 Allgemeincontainer sorgen für einen effektiven Ablauf der täglichen Transporte. An 62 Empfangs- und 63 Sendestationen werden Fahrtziele im ganzen Klinikum eingegeben. An der Sendestation wird das Ziel auf einem Display eingegeben. Während der Fahrt lesen Kontrollstellen anhand einer elektronischen Markierung, um welche

Art Fahrwerk es sich handelt und stellen dementsprechend Weichen für das angestrebte Fahrtziel ein. In der AWT-Leitstelle kann jederzeit verfolgt werden, wohin die Container unterwegs sind und wo sich die Container in der Anlage zu jeder Zeit befinden.

Weitere Informationen:

Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin Gebäudemanagement Uwe Haasper Tel.: 0551/39 - 25 38

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Rita Wilp Robert-Koch-Str. 42 37075 Göttingen Tel.: 0551/39 - 99 55

Rita Wilp | idw

Weitere Berichte zu: Container Fahrwerk Rechner-Leitsystems

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