Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Verfahren für den Schiffbau

13.01.2004


Die im Schiffbau angewandten Techniken haben sich im Laufe der Jahre zwar rasant entwickelt, doch sie stellen noch immer sehr komplexe und arbeitsintensive Prozesse dar, in denen vieles schief gehen kann. Wenn aber hier etwas "schief geht", so bedeutet dies, dass in einer ohnehin sehr kostenempfindlichen Industrie zusätzliche Kosten anfallen und somit Wettbewerbsfähigkeit verloren geht.



Wenn eine neue Technologie auf den Markt kommt, wird sie deshalb - insbesondere in der europäischen Industrie - erst einmal daran gemessen werden, wie viel Arbeitszeit und Geld sich mit ihr einsparen lassen. Überraschenderweise ist heute nicht jedes vom Stapel laufende Schiff seetüchtig. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Schiff Schlagseite bekommt oder gar kentert. Der Grund dafür kann ein Konstruktionsfehler sein, doch meistens verbirgt sich der Fehler irgendwo in den Abläufen während des Schiffbaus. Solche Mängel, so stellt sich dann oft heraus, hätten mit effektiven interaktiven Prozessen für die einzelnen Bauabschnitte vermieden werden können.

... mehr zu:
»Prozess »Schiffbau »Werkzeug


Die schiere Menge und die Komplexität der Faktoren, die es beim Bau eines Schiffes zu berücksichtigen gilt, erfordert die Beteiligung vieler Spezialisten. Zu ihnen zählen nicht nur alle möglichen Experten von den Ingenieuren bis hin zu den Bemessungsspezialisten, sondern - seit dem Erscheinen moderner, computergestützter Technologien - auch Software-Spezialisten. Angesichts dieser plattformübergreifenden Anforderungen wurde das Projekt MOBISHIP ins Leben gerufen. Die ursprünglichen Projektziele lauteten, eine effektive Softwarelösung für die Einbeziehung aller in den frühen Designphasen benötigten Überlegungen zu schaffen. Diese Lösung sollte als ausschließlich auf dreidimensionalen Modellen basierendes Einzeldesign-Verfahren implementiert sein.

Die ersten im Projekt vorgenommenen Untersuchungen sollten Aussagen über die speziellen Benutzeranforderungen liefern, die an ein interaktives und integriertes Werkzeug zum Erzeugen von 3D-Modellen gestellt werden. Ein solches Werkzeug sollte eine flexible Datenbankstruktur zum gleichzeitigen Erzeugen und Verwalten von 3D-Daten vom Konzept bis zum ersten Entwurf beinhalten und in unterschiedliche Kategorien wie etwa die Rumpf- und Systemstruktur sowie Fragen der räumlichen Anordnung in allen Bauphasen des Schiffes aufgeteilt sein. Darüber hinaus müsste es interaktiv arbeiten und netzwerkfähig sein, damit miteinander verknüpfte Aufgaben vom Entwurf bis zur Fertigstellung und Implementierung der Konstruktion wohlkoordiniert bearbeitet werden könnten.

Ziel des Programms ist die Verbesserung aller Schiffbauprozesse in Europa, die jedoch so realisiert werden sollte, dass die europäischen Werften auch mit Industriebetrieben in Ländern konkurrenzfähig sind, in denen Arbeitskräfte billiger sind. In der weiteren Entwicklung des Projekts wird das Konsortium die nächste Generation von Systemen zum 3D-Design schaffen, die eine benutzerdefinierte Analyse und Simulation von Konstruktionen vor deren eigentlicher erfolgreicher Entwicklung gestatten wird.

Kontaktangaben

Morten Heldal Haugerud
Det Norske Veritas
Veritas veien 1, PO Box 300
1322 Høvik, Norwegen
Tel: +47-67-57-7410, Fax: -9911
Email: morten.heldal.haugerud@dnv.com

Morten Heldal Haugerud | ctm
Weitere Informationen:
http://www.dnv.com

Weitere Berichte zu: Prozess Schiffbau Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften