Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zukunft - durch ein Nanoröhrchen gesehen

02.12.2003


Das Spektrum der Anwendungen für Röhrchen mit Durchmessern in der Größenordnung Nanometer reicht von der biomedizinischen Technik bis zum modernen Chip-Design. Sie werden heute in zahlreichen Technologien verwendet, doch in vielen Fällen gibt es Schwierigkeiten im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit unter modifizierbaren thermischen, chemischen oder mechanischen Bedingungen.



Ein deutsches Unternehmen hat jetzt ein Verfahren zur Herstellung solcher Nanoröhrchen mit Innendurchmessern von 1 und 100 nm entwickelt. Die Röhrchen können zwischen 30 und 40 cm lang sein und zeichnen sich durch hohe thermische, chemische und mechanische Beständigkeit aus. Diesen Faktoren kommt große Bedeutung zu, wenn es darum geht, Anwendungsmöglichkeiten für diese Komponenten auf speziellen Gebieten der Technologie zu finden. Beispielsweise könnten solche Röhrchen allein auf dem Gebiet der Elektronik die Funktion von Hochleistungstransistoren oder Laserdioden übernehmen, um nur zwei von vielen Anwendungen zu nennen.

... mehr zu:
»Morphologie »Nanoröhrchen


Zur Herstellung dieser Hohlfasern wird das so genannte Electrospinning angewandt. Dieses Verfahren ermöglicht eine exakte Festlegung der inneren und äußeren Morphologie. Die Schablone ist mit verschiedenen Werkstoffen wie z.B. einem Halbmetall oder einer metallhaltigen Schicht beschichtet. Beim Entfernen der Schablone können geeignete Beschichtungsmaterialien chemisch oder physikalisch reagieren und die Morphologie des Röhrchens bei Bedarf verändern. Es können sowohl synthetische Werkstoffe als auch Biopolymere verwendet werden, ebenso Glas, Keramik, Metalle, Metalloxide und Legierungen. Somit gibt es für dieses Verfahren ein breites Spektrum von Anwendungen. Nach dem Entfernen der Schablone nehmen die Röhrchen ihre zuvor festgelegten inneren Eigenschaften und Oberflächeneigenschaften an.

Die Vielfalt der morphologischen Merkmale und Beschichtungseigenschaften eröffnet dieser Technologie das Potenzial zum Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten. Die Liste der möglichen Anwendungen reicht von der Biochemie bis zum Design modernster Mikroelektronik-Chips. Die Entwickler haben die zum Patent angemeldete Technologie bereits in Labortests erprobt. Zur Nutzung ihrer Technologie streben sie unter anderem die Schließung von Joint-Venture-Verträgen an.

Kontakt:

Dr. Claudia Maennicke
TechnologieStiftung Hessen GmbH
Abraham-Lincoln-Str. 38-42
65189 Wiesbaden
Tel: +49-611-774-631, Fax: -620
Email: maennicke@tsh-hessen.de

Dr. Claudia Maennicke | ctm
Weitere Informationen:
http://www.irc-hessen.de

Weitere Berichte zu: Morphologie Nanoröhrchen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Smarte Rollstühle, vorausschauende Prothesen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie