Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strickmaschinen für den Fahrzeugbau

28.11.2003


Institut für Textil- und Bekleidungstechnik der TU Dresden wandelt herkömmliche Strickmaschinen zur Herstellung von Materialien für Leichtbauteile um



Wissenschaftlern vom Institut für Textil- und Bekleidungstechnik (ITB) der TU Dresden ist es erstmalig in der Welt gelungen, Flachstrickmaschinen, die normalerweise zur Herstellung von Trikotagen dienen, so weiterzuentwickeln, dass mit ihnen verstärkte Stoffe für Leichtbauteile hergestellt werden können. Solche Leichtbauteile finden u.a. in der Fahrzeug-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie Verwendung und dienen beispielsweise der Herstellung von Schutzhelmen für hohe Schutzanforderungen.



Vorteile gegenüber herkömmlichen, zumeist aus Metallen hergestellten Bauteilen liegen darin, dass die textilverstärkten Leichtbauteile bei einem geringeren Gewicht zumindest gleiche oder teilweise bessere mechanische Eigenschaften aufweisen, wie z.B. Festigkeiten und Steifigkeiten oder Dämpfungs-, Schwingungs- bzw. Crash-Verhalten. Dadurch wird eine deutliche Verbesserung des Gewichts-Leistungsverhältnisses erreicht. Zudem sinkt durch die Massereduzierung der Fertigungsaufwand, da eine Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit bei verringertem Energiebedarf möglich ist.

"Ähnlich wie eine Strickjacke kann" laut Prof. Offermann, Direktor des ITB, "quasi ein Kotflügel hergestellt werden". Dazu werden mit den neuen Strickmaschinen Glas- oder Kohlenstofffäden in mehreren Verstärkungsrichtungen in die Gestricke integriert. In einem weiteren Arbeitsgang werden diese durch Umformen und Tränken z.B. mit duroplastischen Kunststoffharzen zu Leichtbauteilen verarbeitet.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/mw/itb/itb.html

Weitere Berichte zu: Fahrzeugbau ITB Leichtbauteil Strickmaschine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie