Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rechtzeitig: Produkt-Quick-Check

29.10.2003


Vorsorge ist besser als Nachsorge: Die Notwendigkeit, kontinuierlich Innovationen in neuen wie alten Produkten umzusetzen, haben viele Unternehmen erkannt. Der "Produkt-Quick-Check" liefert die entscheidenden Maßnahmen und deren Bedeutung für den Wettbewerbsvorteil.


In vielen Produkten steckt für die Unternehmen mehr, als es zunächst den Anschein hat. Den Löwenanteil ihres Umsatzes erwirtschaften Unternehmen mit bestehenden Produkten, die - einmal erfolgreich am Markt etabliert - leicht durch das Aufmerksamkeitsraster der Produktentwickler und Prozessoptimierer fallen. Notwendige Anpassungen werden häufig verschlafen, Produktpotenziale übersehen. "Dabei müssen gerade diese ’Cashcows’ der Unternehmen kontinuierlich gepflegt werden, sollen sie sich nicht vom Umsatzbringer zum Problemfall entwickeln", betont Timo Denner vom Fraunhofer IPA. Mit seinem Team hat er den "Produkt-Quick-Check" entwickelt: Ein präventiv wirkendes Werkzeug, das insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine schnelle und umfassende Abschätzung der Optimierungspotenziale bestehender Produkte ermöglicht. Es bezieht Kennzahlen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ein und bietet den Unternehmen eine ganzheitliche Sichtweise auf das untersuchte Produkt. Darüber hinaus berücksichtigt der "Produkt-Quick-Check" Wechselwirkungen mit Kunden oder Lieferanten und qualitative Merkmale wie Technologie-Lebenszyklusphasen. So lassen sich u. a. Reklamationen verringern, neue Produktfeatures erkennen und Produktionskosten senken.

Eine einfache, übersichtliche und gleichzeitig plausible Darstellung des notwendigen Handlungsbedarfs liefert der "Navigator". Ampelfarben zeigen den Zustand des Produkts aus verschiedenen Sichtweisen an. Gleichzeitig empfiehlt der "Navigator" als Steuerungsinstrument die optimale Route zu einem verbesserten Produkt. Diese beschreibt Optimierungspotenziale für das Produkt und daraus abgeleitete Maßnahmen. Die Maßnahmen sind von möglich und kostengünstig, bis hin zu unbedingt notwendig und kostenintensiv gegliedert. Schnelle Orientierung erlauben auch hier wieder die entsprechenden Ampelfarben. "Unser Ansatz ist vergleichbar mit einer regelmäßigen, präventiven Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt", erklärt Denner. Das Motto des "Produkt-Quick-Check" lautet: "Vorbeugen ist besser als heilen". Durch seinen Einsatz lassen sich mittel- und langfristig radikale Veränderungen vermeiden, die sonst meist zu spät initiiert werden. Der "Produkt-Quick-Check" empfiehlt den Unternehmen Maßnahmen, mit denen sie aktiv in das Marktgeschehen eingreifen und das Risiko der Produktveralterung reduzieren können. Das Produkt und somit das Unternehmen bleiben fit.


Weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. (FH) Timo Denner
Telefon: +49(0)711/970-1082
E-Mail: timo.denner@ipa.fraunhofer.de

Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Optimierungspotenzial Produkt-Quick-Check

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE