Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter: Neue Verkaufstalente bei Opel

29.10.2003


Die Ausstellungsroboter MONA und OSKAR informieren und unterhalten seit Mitte Oktober Besucher des Marken- und Kommunikationszentrums der Adam Opel AG Berlin. © Adam Opel AG


Die neuen Attraktionen im Marken- und Kommunikationszentrum der Adam Opel AG in Berlin haben fünf Räder und fahren mit Differenzialantrieb: Zwei autonome mobile Roboter aus Stuttgart begrüßen und unterhalten dort seit Mitte Oktober die Ausstellungsbesucher.

... mehr zu:
»Laserscanner »MONA »OSKAR »Opel »Roboter

Auf der IAA hießen die Stars bei Opel noch Signum, Meriva oder Zafira. Im Marken- und Kommunikationszentrum der Adam Opel AG Berlin müssen sie nun mit ganz ungewohnter Konkurrenz um die Gunst des Publikums werben. Hier traten am 16. Oktober die "Multifunktionale Opel Navigatorin" MONA und die "Opel Systemkreation aus Rüsselsheim" OSKAR ihren Dienst an. Anders als ihreRoboterkollegen in Rüsselsheim sind MONA und OSKAR nicht für die Produktion, sondern für Information und Unterhaltung zuständig. Sie bewegen sich während der Öffnungszeiten durch die Ausstellungsräume und "kümmern" sich um die Besucher. "Der Einsatz dieser interaktiven Roboter unterstreicht einmal mehr, dass ’Opel in Berlin’ ein innovativer Ort der Kommunikation und der Begegnung ist", betont Uwe Berlinghoff, Leiter des Hauptstadtbüros der Adam Opel AG. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der drei autonomen mobilen Systeme (AMS) im Museum für Kommunikation im März 2000 sind MONA und OSKAR die zweite Gruppe interaktiver Unterhaltungsroboter, die das Fraunhofer IPA in einem öffentlichen Berliner Gebäude installiert hat.

Gebaut und entwickelt wurden die Roboter vom Fraunhofer IPA und der GPS GmbH, Stuttgart. Das Hüllendesign stammt von IVM Automotive, Rüsselsheim, Choreographie, Texte und Bildschirmausgaben von McCann-Ericsson, Frankfurt. "Beide Roboter sind in der Lage, Personen als solche zu erkennen und zwischen Einzelbesuchern und Besuchergruppen zu unterscheiden", erklärt Birgit Graf vom Fraunhofer IPA. Der weibliche Roboter "MONA" begrüßt die Besucher im Eingangsbereich und führt sie zur Ausstellung. Folgen die Besucher "MONA" nicht, bricht sie die Führung ab. Bei der Ausstellung angekommen, verabschiedet sich "MONA" und fährt weiter. Der männliche Roboter "OSKAR" repräsentiert die emotionale Seite der Marke Opel. "Er macht gerne Späße und unterhält die Besucher", erzählt Graf. Entdeckt "OSKAR" Besucher in seiner Nähe, spricht er diese an und fordert sie auf, seinen Touchscreen zu berühren. Über den Touchscreen des Roboters können aktuelle Informationen zur Ausstellung und zur Adam Opel AG aufgerufen werden. Beide Roboter interagieren sowohl mit Personen als auch miteinander.


Die Roboter bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 0,4 m/s. Acht 12-V-Batterien erlauben über zehn Stunden durchgängige Betriebszeit im täglichen Einsatz. Die Steuerungssoftware läuft auf einem handelsüblichen Industrie-PC und ist in C++ und Python programmiert. Zweidimensionale Laserscanner an Vorder- und Rückseite der Roboter dienen als "Augen". "Mit ihrer Hilfe nehmen die Roboter ihre Umgebung wahr, lokalisieren sich und planen ihre Fahrtroute", erklärt Birgit Graf. Dynamische Hindernisse wie Besucher erkennen sie ebenfalls mit Hilfe des Laserscanners und verändern ihren errechneten Pfad so, dass sie in einem angemessenen Abstand um Personen herumfahren. Neben je zwei Notausknöpfen besitzen die Roboter weitere, voneinander unabhängige Sicherheitssysteme, die sie im Zweifelsfall sofort stoppen. So verfügt jeder Roboter über acht Ultraschallsensoren, die den Bereich oberhalb des Laserscanners absichern. Rings um ihre Basis sind "MONA" und "OSKAR" mit einem Schaumstoffbumper ausgestattet, der Berührungssensoren enthält. Zum Boden hin gerichtete Magnetsensoren stellen sicher, dass keiner der Roboter seinen Aktionsraum verlässt.

Die Ausstellungsroboter verfügen über Komponenten zur Selbstdiagnose sowie zum automatischen Starten und Herunterfahren. Sie können damit einfach und auch durch untrainiertes Personal bedient werden. Über eine Funk- und eine Internetverbindung nach Stuttgart ist eine detaillierte Ferndiagnose der Roboter möglich. Auftretende Probleme lassen sich damit in kürzester Zeit beheben.

Weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Birgit Graf
Telefon: +49(0)711/970-1910
E-Mail: birgit.graf@ipa.fraunhofer.de

Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de
http://www.Care-o-bot.de/OpelRobots.php

Weitere Berichte zu: Laserscanner MONA OSKAR Opel Roboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile
19.01.2017 | Fraunhofer IFAM

nachricht Löschwasser mobil und kosteneffizient reinigen
18.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise