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Schädliche Rußpartikel in Otto-Motoren auf dem Prüfstand

04.10.2002


Uni Erlangen-Nürnberg kooperiert mit Erlanger Firma ESYTEC



Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg wollen ermitteln, wie stark die Bildung gesundheitsschädlicher Rußpartikel in Benzineinspritzmotoren ist. Die Bildung von Rußpartiklen ist laut Angaben der Universität bislang nur bei Dieselmotoren erforscht worden. Die Untersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Erlanger Firma ESYTEC Energie und Systemtechnik GmbH. Die Bayerische Forschungsstiftung stelle hierfür 611.200 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.



Die Rußproblematik, die vom direkteinspritzenden Dieselmotor bekannt ist, ist auch bei der Benzindirekteinspritzung zu beachten. Allerdings liegt der Ausstoß auf deutlich niedrigerem Niveau, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Durch die Kombination mehrerer Lasermessverfahren sollen Ursachen und Einflussgrößen innerhalb des Motors, zum Teil auch beim Austritt aus dem Motor, erfasst werden. Im Zentrum steht die Absicht, Zusammenhänge zwischen der Rußbildung und der Kraftstoffverteilung zum Zündzeitpunkt beziehungsweise während der Entflammungsphase aufzudecken. Weiters soll festgestellt werden, ob bei der Verbrennung in Benzinmotoren dieselbe "Schere" klafft, die es erschwert, Stickoxid- und Rußabgabe gleichzeitig zu minimieren.

Ruß ist einer der bekanntesten und am meisten gefürchteten Schadstoffe im Abgas von Kraftwagen. Eingeatmete Rußflocken können sich in der Lunge ablagern und krankhafte Veränderungen fördern. An Dieselmotoren werden die Wirkmechanismen von Rußbildung und –abbrand seit vielen Jahren untersucht.

Im Jahr 2001 hatte der Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (LTT) Erlangen ein Großprojekt zur Schadstoff- und Verbrauchsminderung bei modernen Dieselmotoren abgeschlossen. Es bezog sieben weitere Kooperationspartner mit ein und wurde ebenfalls von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert. Dabei zeigte sich, dass nicht unbedingt mehr Stickoxide ausgestoßen werden müssen, wenn weniger Ruß entsteht. Neben der Betriebstemperatur ist die Durchmischung wichtig für den Rußanteil, der nicht verbrennt und als Schadstoff übrig bleibt.

Sandra Standhartinger | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de
http://www.esytec.de

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