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Neurologie im Rampenlicht: Geistesblitze beim ersten Science Slam über das Gehirn

14.09.2016

Der erste Science Slam über das Gehirn „Geistesblitze“ findet am 23. September 2016 in Mannheim statt: Sieben erfahrene oder angehende Neurologen – von der Doktorandin bis zum Universitätsprofessor – aus Deutschland, der Schweiz und Österreich treten aus ihrem Elfenbeinturm heraus und beantworten Fragen wie: Was macht das „Marilyn-Monroe-Neuron“ mit unserem Kopf? Wie verändert Strom im Gehirn unsere Wahrnehmung? Können Forscher traumatische Erlebnisse einfach aus dem Gedächtnis tilgen? Die Wissenschaftler wetteifern auf der Bühne mit kurzweiligen Vorträgen und kreativen Mitteln um die Gunst des Publikums.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) im Dorint-Kongresshotel direkt neben dem Congress Center Rosengarten. Die Öffentlichkeit ist herzlich zu dem mit Sicherheit spannenden Event eingeladen, der Eintritt ist frei. Gastgeber des Abends ist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) – zu ihrem 89. Jahreskongress vom 21. bis 24. September werden etwa 6000 Experten für Gehirn und Nerven im Congress Center Rosengarten Mannheim erwartet.

Buntes und internationales Teilnehmerfeld

Unter den sieben Science-Slam-Teilnehmern, die nach ihrer Bewerbung durch eine Jury der DGN ausgewählt wurden, finden sich renommierte Forscher genauso wie vielversprechende Nachwuchswissenschaftler: Prof. Dr. Christian E. Elger, Leiter der Klinik für Epileptologie an der Universität Bonn; Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen, Oberarzt und Leiter des Ambulanten Palliative Care Teams München; Ossama Khalaf, Doctoral Assistant, Lab of Neuroepigenetics (UPGRAEFF), Lausanne (Schweiz); Dr. Anne Katharina Moos, Assistenzärztin in Köln; Dr. Dr. Christian Porsche, niedergelassener Facharzt in Salzburg (Österreich); Wiebke Schick, Doktorandin in Tübingen;

Dr. Martin Uhl, Oberarzt am Universitätsklinikum Erlangen.

Professionelle Vorbereitung und prominente Moderation
In einem vorangegangenen Workshop im Juni in Berlin wurden die Kandidaten bereits auf ihren Bühnenauftritt im Mannheimer Dorint-Kongresshotel vorbereitet – unter anderem von der Sprecherin und Stimmtrainerin Melanie Goebel. Durch den Abend führen wird Dong-Seon Chang, bis vor Kurzem Doktorand am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, jetzt am DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) in Bonn. Chang ist Bundessieger im deutschlandweiten Science-Slam-Wettbewerb „Science Slam im Wissenschaftsjahr 2014“.

Wissenschaft ist interessant – und unterhaltsam

Zum ersten Mal überhaupt findet ein Science Slam zur Neurologie statt. Ins Leben gerufen durch die DGN, soll er zukünftigen Wissenschaftlern ebenso wie erfahrenen Forschern und Neurologen wortwörtlich eine Bühne bieten, um auch Laien die aktuelle Hirnforschung näherzubringen und andere Nachwuchswissenschaftler für die Neurologie zu begeistern. Organisiert wird der Science Slam in Kooperation mit dem erfahrenen Science-Slam-Veranstalter LUUPS (www.science-slam.com) sowie mit Unterstützung der Jungen Neurologen (www.junge-neurologen.de), der Nachwuchsorganisation in der Neurologie.

Die Science Slammer

Christian E. Elger: Wie kommt Marilyn Monroe in unseren Kopf? – Einzelzellableitungen im Gehirn des wachen Menschen. Elektroden sei Dank, können die Aktivitäten von Nervenzellen und Gehirnarealen beobachtet und analysiert werden. Christian Elger, Leiter der Bonner Klinik für Epileptologie, wird sein Expertenwissen mit uns teilen und u.a. erklären, was Marilyn Monroe in unserem Kopf zu suchen hat.

Berend Feddersen: Was passiert im Hirn beim Science Slam? Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, während wir zum Beispiel einem Science Slam zusehen? Berend Feddersen, Oberarzt in München, hat nicht nur verblüffende Zaubertricks und Jonglage im Programm, sondern veranschaulicht damit auf einzigartige Weise Vorgänge in unseren Köpfen.

Ossama Khalaf: Memory Mash-Up. Hier geht es um unser Erinnerungsvermögen. Unser Gehirn kann unzählige schöne, aber auch schlimme Erinnerungen speichern. Lässt sich das nicht irgendwie beeinflussen, so dass wir Traumata besser verarbeiten können? Daran forscht Ossama Khalaf als Doktorand in Lausanne. Wir sind gespannt auf seinen Vortrag! (Vortrag auf Englisch)

Anne Katharina Moos: Geistesblitze der Neurologie – Mit Strom Wahrnehmung verändern. Die Vorstellung, Strom ins Gehirn fließen zu lassen erscheint den meisten Menschen bestimmt nicht besonders verlockend. Und doch kann es – bei richtiger Dosierung wohlgemerkt – von enormem Nutzen sein. Vor allem dann wenn das Gehirn nicht mehr richtig arbeiten kann. Die Kölner Assistenzärztin Anne Katharina Moos erklärt, wie das funktioniert.

Christian Porsche: Neuronale Plastizität. Neuronale Plastizität – darunter wird die Fähigkeit von Nervenzellen verstanden, sich zur Prozessoptimierung zu verändern, zum Beispiel wenn wir etwas lernen und unsere Fähigkeiten verbessern. Christian Porsche, niedergelassener Arzt in Salzburg, gibt einen Einblick in diese faszinierende Fähigkeit unseres Nervensystems.

Wiebke Schick: Täuschend echt oder echt täuschend? Wie wir die uns umgebende Welt wahrnehmen und was wir über die Welt wissen, ist eng miteinander verwoben. Unser Wissen beeinflusst maßgeblich die Wahrnehmung und kann uns mitunter auch in die Irre führen. Hier wird von Wiebke Schick, Doktorandin aus Tübingen, verraten, was genau unsere Sprache damit zu tun hat und wie wir neue Wissensinhalte am besten aufnehmen.

Martin Uhl: Immuntherapie bei Hirntumoren. Es gibt wohl kaum eine bedrohlichere Vorstellung: Diagnose Hirntumor. Jedoch wird viel geforscht, um mit neuen Immuntherapien ein Mittel gegen den Krebs im Gehirn zu finden. Wie ist der Stand der Forschung, und welche Möglichkeiten könnte es bald geben? Martin Uhl, Oberarzt am Universitätskrankenhaus Erlangen, präsentiert in seinem Vortrag exklusive Einblicke.

Weitere Informationen unter
www.dgnkongress.org/science-slam
Facebook: Stichwort „Geistesblitze“

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0)89 46148625, E-Mail: presse@dgn.org
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 8000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.
www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Stellvertretender Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

Weitere Informationen:

http://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/51-pressemitteilung-2016/3306-neuro...

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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