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Landnutzung und Klimaschutz

27.10.2008
Welche Potentiale für den Klimaschutz stecken in Landwirtschaft, Naturschutz und Bioenergieerzeugung? Zu dieser Frage veranstaltet das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) am Mittwoch, 19. November 2008 in Berlin die Tagung "Landnutzung und Klimaschutz".

133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursacht die deutsche Landwirtschaft pro Jahr. Damit ist sie für mehr als 13 Prozent der Gesamtemissionen an Klimagasen in Deutschland verantwortlich. Trotzdem: Weder in der Agrarpolitik noch in der Klimapolitik wird dieser Zusammenhang bislang angemessen berücksichtigt.

Doch nicht nur unsere derzeitige Form der Landwirtschaft hat negative Auswirkungen auf das Klima. Steigende Lebensmittel- und Energiepreise heizen die Konkurrenz zwischen verschiedenen Landnutzungsformen an. Verlierer ist dabei oft der Natur- und Artenschutz. Moore und Auenlandschaften werden dauerhaft entwässert, um die knappe Fläche landwirtschaftlich nutzen zu können - auch dies mit erheblichen Folgen für Landschaftsbild, Biodiversität und Klima.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchte das IÖW im Auftrag von foodwatch e.V. die Klimawirkungen von ökologischen und konventionellen Agrarbetrieben und zeigte auf, wie die Landwirtschaft durch veränderte Produktionsweisen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Auch der Schutz oder die Wiedervernässung von Feuchtgebieten sowie eine umwelt- und klimafreundliche Energiepflanzenproduktion können den Ausstoß an Klimagasen drastisch reduzieren.

Auf der Tagung "Landnutzung und Klimaschutz" werden diese Potenziale vorgestellt und diskutiert. Eine abschließende Podiumsdiskussion macht Konflikte und Synergien in diesem Themenfeld greifbar. Referenten und Diskutanten sind u.a. Adalbert Kienle, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Dr. Thilo Bode, Geschäftsführer von foodwatch e.V., Dr. Bernhard Hörning, Professor des Fachgebiets Ökologische Tierhaltung der FH Eberswalde sowie Dr. Jesko Hirschfeld, Hauptautor der IÖW-Studie zu Landwirtschaft und Klimaschutz.

Die Tagung richtet sich an Vertreter/innen aus Agrar-, Klima-, Natur- und Umweltschutzpolitik, an Verbandsvertreter/innen sowie an Wissenschaftler/innen. Veranstalter ist das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), finanziert wird die Tagung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin.

Das Programm steht ab sofort auf der Veranstaltungshomepage http://www.landnutzung-klimaschutz.de zur Verfügung. Interessierte können sich über die Homepage anmelden, die Teilnahmegebühr beträgt 45 €.

Die Veranstaltung findet statt im Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin-Mitte.

Claudia Nikschtat | idw
Weitere Informationen:
http://www.landnutzung-klimaschutz.de
http://www.ioew.de
http://www.ioew.de/home/downloaddateien/SR%20186_08.pdf

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