Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Graben wir uns das Wasser ab?

30.07.2007
PAX 2007-Symposium über das Wasser als Lebensgrundlage, Konfliktstoff und Zukunftsfaktor am 3. und 4. August 2007 im Augsburger Rathaus

"Wasser und Frieden" ist das Rahmenthema des Festprogamms PAX 2007, mit dem die Stadt Augsburg in diesem Jahr ihr Hohes Friedensfest (8. August) feiert. Zu den Höhepunkten dieses Programms zählt ein zweitägiges Symposium, das sich am 3. und 4. August im Augsburger Rathaus unter der Titelfrage "Graben wir uns das Wasser ab?" mit der Lebensgrundlage, dem Konfliktstoff und dem Zukunftsfaktor Wasser auseinandersetzt. Zu den Mitveranstaltern des Symposiums zählt auch das Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg.

Der Kampf um das Wasser wird in Zukunft eine der wichtigsten Konfliktursachen in der Welt werden. Manche Experten vermuten, dass Versorgungsmangel zu heftigeren Verwerfungen führen wird als die aktuellen Glaubensauseinandersetzungen. Brennpunkte, an denen heute bereits um den Zugang zum Wasser gestritten wird, sind etwa die Regionen um den Aralsee, am Ganges, Jordan, Nil sowie im Euphrat- und Tigris-Becken.

Eine der Ursachen für die Konfliktverschärfung ist das explosionsartige Wachstum der Bevölkerung, die in den betroffenen Ländern nach neuen Berechnungen bis zum Jahr 2025 um 45 bis 75 Prozent wachsen wird. Um diese Menschen zu ernähren, müssen die Agrarproduktion und damit der Wasserverbrauch massiv gesteigert werden. Doch die einzige erneuerbare Quelle für Süßwasser ist der kontinentale Niederschlag. Insgesamt beträgt der Anteil des Süßwassers auf dem "blauen Planeten" nicht mehr als 2,6 Prozent, von denen wiederum nur ein Bruchteil für den Menschen verfügbar ist.

... mehr zu:
»Konfliktstoff »WZU

Initiativen der UN und der Bundesregierung, aber auch Initiativen von Umweltschützern und Umweltwissenschaftlern zielen darauf ab, Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser zu entwickeln. Denn von sich aus ist Wasser kein Konflikt-Stoff, sondern kann ebenso Anlass für gedeihliche Kooperation und friedlichen Austausch sein.

Der Kampf um das Wasser ist dabei nicht etwas, das fernab von Deutschland stattfindet. So nehmen wir durch die Art und Weise unseres täglichen Konsums Einfluss auf Ressourcenkonflikte, die in anderen Regionen der Welt stattfinden, denn: Fast jede Ware, die wir kaufen, benötigt zu ihrer Produktion Wasser, und zwar mitunter in ungeheuren Mengen. Da heute unsere Waren aus allen Teilen der Welt, vielfach auch aus wasserarmen Gegenden stammen, ist es klar, dass wir durch unseren Einkauf immer auch etwas mitnehmen von den Wasservorräten in anderen Teilen der Welt.

Das Symposion mit profilierten Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie soll aktuelle Brennpunkte darstellen, Zukunftsszenarien klären und politische und technische Wege für einen nachhaltigen und angemessenen Umgang mit unserer wichtigsten Lebensgrundlage diskutieren.

Programm

Freitag, 3. August, 13.30-18.30 Uhr

13.30 Uhr: Anmeldung und Stehcafé
14.30 Uhr: Begrüßung durch Eva Leipprand, Bürgermeisterin und Kulturreferentin der Stadt Augsburg

14.45 Uhr: Eröffnung der Tagung durch Dr. Jens Soentgen (WZU) und Silvia Pöttinger (PAX-Büro)

I. Lebensgrundlage Wasser (Moderation: Dr. Jens Soentgen, Universität Augsburg, wissenschaftlicher Leiter Wissenschaftszentrum Umwelt/WZU)

15.00-15.45 Uhr: Der blaue Planet: Zur Rolle des Wassers für das Leben - Dr. Dagobert Smija, Regierung von Schwaben
15.45-16.30 Uhr: Sichtbares und unsichtbares Wasser: Wie wir durch unsere Einkäufe und unser tägliches Verhalten mit den globalen Wasserproblemen verbunden sind - Prof. Dr. Armin Reller, Universität Augsburg, Lehrstuhl für Festkörperchemie
16.30-16.45 Uhr: Pause
16.45-17.30 Uhr: Nachhaltiger Mineralwasserkonsum: Was kann der Einzelne tun? - Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels e. V., Düsseldorf
17.30-18.00 Uhr: Zusammenfassung und Diskussion
18.00-18.30 Uhr: Es schmeckt nicht so wie aus meinem Pinar - Filmische
Kindheitserinnerungen einer türkischen Migrantin zum Wasser (In ihrem selbst gedrehten Kurzfilm verarbeitet die türkischstämmige Augsburgerin Nimet Oswald visuell und verbal Erinnerungen zum Wasser aus dem Dorf ihrer Kindheit. Eine sehr persönliche "Wassergeschichte" und das lebendige Porträt einer anderen Kultur und Umgangsweise mit Wasser.)
20.00 Uhr: Die Nachgeborenen Noahs. Über die Geburt der Kultur aus dem Wasser - Festvortrag von Prof. Dr. Hartmut Böhme, Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrstuhl für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte, im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses
- Begrüßung und Ansprache von Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert
- Musikalische Gestaltung durch Wolfgang Lackerschmid, Vibraphon, mit Eigenkompositionen zum Thema Wasser

- Im Anschluss Empfang im Oberen Fletz mit Büfett des Mesopotamien Vereins Augsburg

Samstag, 4. August, 9.00-18.00 Uhr

II. Konfliktstoff Wasser (Moderation: Prof. Dr. Ulrich Eckern, Universität Augsburg, Initiative Friedens- und Konfliktforschung, Lehrstuhl für Theoretische Physik II)

9.30-10.05 Uhr: Global desertification and water problems - Seine Exzellenz Hama Arba Diallo, Exekutivsekretär des UN-Abkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), Bonn
10.05-10.40 Uhr: Konflikte im Jordanbecken - Prof. Dr. Heinz Hötzl, Universität Karlsruhe, Lehrstuhl für Angewandte Geologie
10.40-11.15 Uhr: Wasser als Konfliktstoff an Euphrat und Tigris - Prof. Dr. Ernst Struck, Universität Passau, Prorektor, Lehrstuhl für Anthropogeographie
11.15-11.30 Uhr: Pause
11.30-12.05 Uhr: Wasserpolitische Brennpunkte im südlichen Afrika - Dr. Ing. Waltina Scheumann, TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung
12.05-12.40 Uhr: Gebirgsgletscher im Klimawandel - Auswirkungen auf die Wasserversorgung - Dr. Heidi Escher-Vetter, Kommission für Glaziologie, Bayerische Akademie der Wissenschaften
12.40-13.10 Uhr: Zusammenfassung und Diskussion
13.10-14.30 Uhr: Pause
III. Zukunftsfaktor Wasser (Moderation: Dipl. Ing. Egon Beckord, Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg-Schwaben/KUMAS e. V., Geschäftsführer)
14.30-15.15 Uhr: Integriertes Wasserressourcenmanagement - Prof. Dr.-Ing. Albert Göttle, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt
15.15-16.00 Uhr: Virtueller Wasserhandel: Ein Ansatz zur Überwindung der (globalen) Wasserkrise? - Dr. Simon Meißner, Universität Augsburg, Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
16.00-16.15 Uhr: Pause
16.15-17.00 Uhr: Technische Lösungen für den ökonomischen und ökologischen Umgang mit Wasser - Rudolf Opitzer, Geschäftsleitung Grünbeck Wasseraufbereitung, Höchstädt/Donau
17.00-17.30 Uhr: Diskussion
17.30-17.50 Uhr: Zusammenfassung der Tagung/Resümee durch Prof. Dr. Armin Reller, Universität Augsburg, Lehrstuhl für Festkörperchemie

17.50-18.00 Uhr: Schlusswort von Eva Leipprand, Bürgermeisterin und Kulturreferentin der Stadt Augsburg

20.00 Uhr: Literarisches Abendprogramm: "Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas" - Lesung mit Schatzkiste von Michael Obert im Viermetzhof des Maximilianmuseums, Philippine-Welser-Str. 24, Augsburg

Das Symposium findet im Oberen Fletz und im Sitzungssaal des Augsburger Rathauses statt. Die Tagungsgebühr beträgt 25,- Euro (bzw. ermäßigt 18,- Euro), Studentinnen und Studenten sind von der Tagungsgebühr befreit.

Anmeldung/Kontakt:

Stadt Augsburg - PAX-Büro
Bahnhofstraße 18 1/3a
86150 Augsburg
Telefon 0812/324-3261
Fax ß821/324-3265
pax@augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.pax.augsburg.de

Weitere Berichte zu: Konfliktstoff WZU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics