Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissensmanagement ohne Zeitfresser

06.11.2006
Semantische Netze liefern Projektteams effektiv Informationen
Erste öffentliche Vorführung der ConWeaver-Software
Workshop von Fraunhofer IPSI und Hochschule Darmstadt am 27. Oktober
"Wir sind uns sicher, dass wir mit unserer workflow-basierten Wissensnetzerstellung ConWeaver genau die Lücke schliessen können, die in den Unternehmen noch immer zwischen Berichtswesen und aktivem Wissensmanagement klafft", zieht Dr. Thomas Kamps vom Fraunhofer IPSI in Darmstadt das Resümée eines eintägigen Workshops am 27. Oktober. Die Hochschule Darmstadt, die Firma intelligent views und das IPSI berichteten über semantische Lösungen für die Informationsintegration und Informationssuche. Anwendungsbeispiele aus Firmen wie EADS und VAG-Armaturen GmbH boten den rund vierzig Teilnehmern detaillierte Einsichten in die Notwendigkeiten und Schwierigkeiten des Wissensmanagements mit semantischen Netzen.

Eine der höchsten Klippen des Wissensmanagements - die Akzeptanz durch die Firmenmitarbeiter - umschiffen die Fraunhofer-Forscher inzwischen mit der Automatisierung solcher Netze. "Wir können damit die zusätzliche Arbeitsbelastung der Mitarbeiter in den Unternehmen deutlich reduzieren", so Dipl.-Informatiker Richard Stenzel, der die ConWeaver-Software maßgeblich entwickelt hat und sie auf dem Workshop zum ersten Mal öffentlich in Aktion zeigte. "Trotzdem können die Kollegen im Betrieb die Informationen natürlich sofort verwenden, damit das Unternehmen besser im Wettbewerb bestehen kann."

Der besondere Charme der ConWeaver-Toolsuite: Sie bildet die vorhandenen Arbeitsabläufe und Berichtsmethoden in den Unternehmen ab, verknüpft das in Dokumenten und Datenbanken gespeicherte Wissen und präsentiert es anschließend in einem Intranetportal - "so einfach wie Google, aber viel effektiver", versichert Stenzel. Hunderttausende von Dokumenten, Tabellen und anderen Datenquellen ergänzen sich so auf intelligente Weise. Läuft das System nach halbautomatischem Aufbau erst einmal rund, können so vollautomatisch Nacht für Nacht oder am Wochenende die neu hinzu gekommenen Dokumente eingebunden und damit intelligent auswertbar gemacht werden. Bei der Bilfinger Berger AG wurde mit dieser Technologie eine Experten- und Projektsuche realisiert. Bei der VAG-Armaturen GmbH ist gerade ein Projekt zur Produktsuche und zum produktbezogenen Dokumentenmanagement in der Testphase.

... mehr zu:
»IPSI »Wissensmanagement

Besonders stolz sind Kamps und Stenzel auf den modularen Aufbau ihres Suchmaschinen-Baukastens. "Wir haben Module entwickelt, die wir in weiten Grenzen frei miteinander kombinieren können und so zu überraschenden Leistungssteigerungen kommen. Außerdem können die Module einzeln für sich optimiert und an Kundenbedürfnisse angepasst werden."

| idw
Weitere Informationen:
http://www.conweaver.de
http://www.mpr-frankfurt.de/presse/ipsi/index.html
http://www.ipsi.fraunhofer.de/contec/index.html

Weitere Berichte zu: IPSI Wissensmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Über Raum, Zeit und Materie
22.03.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie