Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Organische Elektronik: Vision wird Wirklichkeit

04.10.2006
OEC-06 weltweit größte Veranstaltung zu dieser Zukunftstechnologie in diesem Jahr

Die vierte Organic Electronics Conference & Exhibition (OEC-06) fand vom 25.-27. September in Frankfurt/Main statt. Auf der OEC-06 wurden aktuelle Forschungsergebnisse, erste Produkte, neue Förderprogramme sowie die Preisträger der ersten Organic Semiconductor Industry Awards vorgestellt. Mit mehr als 300 Teilnehmern von 200 Firmen und Instituten aus 18 Ländern und 28 Ausstellern ist die OEC-06 die weltweit größte Veranstaltung zur organischen Elektronik in diesem Jahr, so Craig Cruickshank, CEO von cintelliq ltd und Konferenzdirektor der OEC.

Die organische Elektronik ist eine wichtige Zukunftstechnologie mit großem Marktpotenzial und von strategischer Bedeutung für Europa.

In Plenarvorträgen sagten Vertreter der Europäischen Kommission und des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weiterhin langfristige Unterstützung zu:

... mehr zu:
»Elektronik »OEC

Die Europäische Kommission plant die organische Elektronik im 7. Rahmenprogramm mit 50 Millionen Euro zu fördern. Eine erste Ausschreibung soll im Januar 2007 erfolgen, so Augusto De Albuquerque vom Directorate-General Information Society and Media der Europäischen Kommission.

Dr. Gerhard Finking vom BMBF machte deutlich, dass die organische Elektronik ein integraler und wichtiger Bestandteil der kürzlich gestarteten „Hightech-Strategie für Deutschland“ des BMBF ist.

Auf technologischer Seite wurden große Fortschritte in den Bereichen Materialien, Bauelemente und Druckprozesse gezeigt:

Neue, organische Halbleiter mit hohen Ladungsträgerbeweglichkeiten, die in Lösung gebracht mittels Druckprozessen verarbeitet werden können, wurden sowohl von Merck (Polymermaterialien) als auch von Mitsubishi Chemicals (kleine Moleküle) vorgestellt.

Neue Rekordwerte für die Lebensdauer von roten OLED (organische Leuchtdioden) wurden von Novaled gezeigt. Novaled-PIN-OLEDs erreichen Lebensdauern von mehr als 120.000 Stunden bei 500 cd/m2.

ORFID stellte aktuelle Ergebnisse zu ihren organischen Transistoren, die vertikal aufgebaut sind, vor.

Die Herstellung organischer Datenspeicher mittels Tintenstrahldruck wurde von Xaar in Zusammenarbeit mit Thin Film Electronics gezeigt.

Die Kombination neuer organischer Materialien mit großflächigen Druckprozessen ermöglicht eine ganze Reihe „neuer“ Bauelemente, die auf organischer Elektronik basieren wie z.B. Displays, Sensoren, Transistoren, Datenspeicher oder Photovoltaikzellen. Das ermöglicht die Entwicklung neuer Anwendungen, die dünn, leicht, flexibel und zu sehr niedrigen Kosten herzustellen sind. Beispiele für solche neuen Anwendungen sind intelligente („smarte“) Verpackungen, biegsame Displays, Einweg-Sensoren, Markenschutz wie auch interaktive Spiele.

Auf der begleitenden Ausstellung wurde von printed systems aus Chemnitz das erste kommerziell erhältliche, gedruckte Produkt der organischen Elektronik vorgestellt: „hurrafussball“, ein einfaches, interaktives Spiel. PolyIC, Fürth, zeigte erstmalig Prototypen von Rolle-zu-Rolle gedruckten 13,56 MHz Polymer RF-Tags (Radiofrequenz-Etiketten). Ein erstes RF-Tag Produkt wurde von PolyIC für 2007 angekündigt.

„Die Vorstellung dieser Produkte und Prototypen markieren den Übergang von Forschung und Entwicklung zu ersten Volumenprodukten“, so Wolfgang Mildner, Vorsitzender der Organic Electronics Association (OE-A) und Geschäftsführer von PolyIC.

Die OE-A stellte multifunktionale Spielbrett- sowie Technologie-Demonstratoren, die eine Vielzahl organischer Elektronikkomponenten kombinieren, vor. Diese Demonstratoren wurden von neun Firmen der OE-A entwickelt und zeigen eindrucksvoll das Potential und die Integrationsmöglichkeiten der Organischen Elektronik.

Auf der OEC wurden besondere Leistungen im Bereich der Entwicklung und Kommerzialisierung durch die „Organic Semiconductor Industry Awards 2006“ (OSIA) vergeben. OSIA wurde von cintelliq gesponsert und werden gemeinsam mit dem Newsletter OSA Direct, vergeben. Craig Cruickshank, cintelliq CEO, gab im Rahmen des Gala-Dinners die Gewinner bekannt:

Gewinner „Research and development award“: Merck KGaA, Deutschland
Gewinner „Start-up of the year award”: Plextronics. USA
Gewinner „Peer-review paper award“: CERC-AIST, Japan
Im nächsten Jahr findet die Organic Electronics Conference & Exhibition (OEC-07) vom 24. bis 26. September 2007 im Sheraton Conference Center, Frankfurt Flughafen, statt.

Über die Organic Electronics Conference & Exhibition (OEC-06):

Die OEC, der jährliche, führende internationale Marktplatz für organische Elektronik, fand vom 25.-27. September 2006 in Frankfurt/Main statt. Mehr als 300 Teilnehmer von 200 Firmen und Instituten aus 18 Ländern nahmen in diesem Jahr teil. Die OEC wird von cintelliq ltd, dem führenden Beratungsunternehmen der organischen Halbleiterindustrie, das die Konferenzserie 2003 startete, gemeinsam mit der OE-A, der größten Industrieplattform zur organischen Elektronik, organisiert. In über 80 Vorträgen von Vertretern aus Industrie und Forschung wurden neueste Ergebnisse und Trends im Bereich der organischen Elektronik präsentiert. Auf der begleitenden Ausstellung wurden Produkte, Prototypen, Anlagen und Dienstleistungen rund um die organische Elektronik von 28 Firmen und Instituten aus der ganzen Welt vorgestellt. Im nächsten Jahr findet die OEC-07 vom 24. bis 26. September 2007 in Frankfurt statt.

Weitere Informationen unter: www.oec-europe.com

Über die Organic Electronics Association (OE-A)

Die Organic Electronics Association (OE-A) ist eine Arbeitsgemeinschaft des VDMA und wurde Im Dezember 2004 gegründet. OE-A ist die internationale Informations- und Kommunikationsplattform und repräsentiert die gesamte Prozesskette der organischen Elektronik. Unsere Mitglieder sind international führende Firmen und Einrichtungen von F&E-Instituten, Komponenten- und Materialherstellern über Produzenten bis hin zu Endanwendern. Mehr als 60 Firmen aus Europa und den USA arbeiten in der OE-A zusammen um den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Infrastruktur für die Produktion von organischer Elektronik zu fördern. Die Vision der OE-A ist es, eine Brücke zwischen Wissenschaft, Technologie und Anwendung zu bauen. Annähernd 3000 Firmenmitglieder aus der Investitionsgüterindustrie machen den VDMA zum größten Branchenverband in Europa. Weitere Informationen unter: www.oe-a.org

Über cintelliq ltd:

Cintellig ist Informationsdienstleister und Strategieberatung für die organische Halbleiterindustrie und wurde 2002 gegründet. Der Beratungsservice richtet sich an Personen und Institutionen mit Interesse an Technologie und Applikationen im Bereich der organischen Halbleiter. Cintelliq beobachtet und verfolgt die kommerziellen wie technologischen Entwicklungen, besucht Messen und Konferenzen, führt eigene Studien und Analysen durch. Zusätzlich zu dem führenden wöchentlichen Newsletter dieser Industrie „OSA direct“ veröffentlicht cintelliq weitere Studien, veranstaltet workshops und berät Firmen und Institutionen. Weitere Informationen unter: www.cintelliq.com

Dr. Klaus Hecker | VDMA
Weitere Informationen:
http://www.oec-europe.com
http://www.vdma.org/oe-a
http://www.oe-a.org

Weitere Berichte zu: Elektronik OEC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften