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Erste Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle

10.12.2003


Deutsche Krebshilfe bei 1. Konferenz zur Tabakkontrolle aktiv



Um sich wirksamer für die gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung zu engagieren und den Tabakkonsum wirkungsvoll zu verringern, treffen sich am 10. und 11. Dezember rund 300 Vertreter von Gesundheitsorganisationen und Ministerien in Heidelberg zur ersten Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle. Mit dabei ist auch die Deutsche Krebshilfe, die wirkungsvolle Programme und Projekte zur Prävention und Reduzierung des Tabakkonsums fördert und endlich eine effektive Tabakkontrollpolitik in Deutschland fordert.



Immer wieder gelingt es der Tabakindustrie die deutsche Politik davon zu überzeugen, dass wirtschaftliche Interessen angeblich wichtiger seien als eine gesunde und rauchfreie Bevölkerung. Aber 140.000 Tabaktote jährlich in Deutschland und ein volkswirtschaftlicher Schaden von mehr als 17,5 Milliarden Euro sprechen eine andere Sprache.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Vereinen, Gruppierungen, Initiativen und Verbänden, die wissen, dass Rauchen eine der großen Plagen unserer Zivilisation ist. Die Erkenntnisse über die Gefahren des Rauchens und des Passivrauchens hätten in Deutschland von einer verantwortungsbewussten Politik schon längst in effektive Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Nichtraucher umgesetzt werden müssen. Stattdessen haben wir es mit Regierungen zu tun, die bislang auf dem Gebiet "Gesundheit fördern - Tabakkonsum verringern" versagt haben. Während sich Länder wie Norwegen, Finnland oder Frankreich massiv dafür einsetzen, ihre Bürger vor den Schäden des Rauchens zu bewahren, hat sich Deutschland mit seiner Tabakpolitik in den vergangenen Jahren in Europa isoliert. Besonders bedenklich: Die Klage der Regierung vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gegen das Gesetz des Europäischen Parlaments, die Tabakwerbung ab 2005 EU-weit zu verbieten.

Die beteiligten Organisationen und Initiativen werden die 1. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle in Heidelberg nutzen, um ihre Erfahrungen auf den Gebieten der Tabakkontrollpolitik, der Tabakprävention und -entwöhnung auszutauschen. Die Plenumsveranstaltungen und Workshops beschäftigt sich mit Themen wie "Das Tabakproblem in Deutschland", "Tabakprävention in Schulen", "Tabakentwöhnung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen", "Nichtraucherschutz in Betrieben", und "Die Strategien der Tabakindustrie". Zum Abschluss der Konferenz soll die "1. Heidelberger Deklaration für Tabakkontrolle" verabschiedet werden.

Die Deutsche Krebshilfe sieht die Aufklärung über krebsfördernde Risiken als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an. Besser als Krebserkrankungen zu behandeln, ist es, sie zu vermeiden. Zum einen vermittelt die Deutsche Krebshilfe allen gesellschaftlichen Multiplikatoren, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Zum anderen motiviert sie die Bevölkerung, regelmäßig an den kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen. Die Deutsche Krebshilfe wird auch in Zukunft bestrebt sein, den Präventionsgedanken und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit in der Bevölkerung zu verankern. Diese Arbeit kann sie dank der Spendenbereitschaft engagierter Bürger leisten.

Die Deutsche Krebshilfe fordert eine konsequente Tabakkontrollpolitik:
1. Keine Beeinflussung der Politik durch die Tabakindustrie.
2. Die Abschaffung von Zigarettenautomaten.
3. Eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer.
4. Ein wirksamer Schutz von Kindern vor der Gefahr des Passivrauchens.
5. Ein umfassendes Werbeverbot für Tabak inklusive der verdeckten Werbung in Film und Fernsehen.
6. Das Angebot einer flächendeckenden und kostenlosen Tabakentwöhnung.
7. Die Abschaffung der Subventionen für den Tabakanbau.
8. Wirksame Maßnahmen gegen den Tabakschmuggel.
9. Wirksame Maßnahmen zur Kontrolle des Tabakgebrauchs.
10. Anerkennung der Folgen des Passivrauchens als Berufskrankheit.

Rauchen in Deutschland

Allein in Deutschland rauchen mehr als 20 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Erschreckend auch die Zahlen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Rund 40 Prozent der 12- bis 25-Jährigen rauchen inzwischen regelmäßig oder gelegentlich - mit steigender Tendenz. Das durchschnittliche Einstiegsalter beträgt 11,6 Jahre. Es liegt deutlich unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze für Tabakkonsum in der Öffentlichkeit (16 Jahre). Zigarettenrauchen führt in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Rund 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums - das sind 380 Personen pro Tag.

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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