Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt UNIKAT: "Das einzigartige Unternehmen"

26.05.2003


Vielen Unternehmern sind die eigentlichen Wurzeln ihres Erfolges nicht bewusst. Statt Nabelschau zu betreiben, versuchen sie oft, die Strategien der Branchenführer zu kopieren. Das Projekt UNIKAT demonstriert, wie man versteckte Stärken findet. Die daran beteiligten Firmen berichten am 5. Juni von Ihren Erfahrungen - auf der Tagung "Das einzigartige Unternehmen" im Lernzentrum der Firma Festo in St. Ingbert-Rohrbach bei Saarbrücken.

... mehr zu:
»UNIKAT

Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt selber keine Spuren, besagt ein Sprichwort. Auch im Management begehen viele Unternehmen genau diesen Fehler: Sie versuchen, sich am Marktführer ihrer Branche zu orientieren und seine Konzepte nachzuahmen. Die Folge ist ein Kostenwettbewerb, dem manche Firma nicht gewachsen ist. "Die Kopie ist eben nie so gut wie das Original", betont Hans-Georg Schnauffer vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg. "Deshalb untersuchen wir seit drei Jahren im bundesweiten Projekt UNIKAT Wege aus der Vergleichbarkeit." Gefördert vom Bundesministerium BMBF jagen die Wissenschaftler dreier Forschungseinrichtungen mit sechs Unternehmen aus verschiedensten Branchen nach Faktoren, die eine Firma einzigartig machen.

Der Grundgedanke von UNIKAT: Jedes Unternehmen besitzt eine Kombination von Fähigkeiten und Kompetenzen, die über die Jahre gewachsen und nicht einfach kopierbar sind. Nur fehlt es meist an den geeigneten Methoden, um systematisch festzustellen, was in der Vergangenheit überhaupt zum Erfolg geführt hat. "Wir haben in den Firmen viele konkrete Ausgangspunkte für erfolgreiche Innovationen gefunden. Eine systematische Suche danach kann dem Zufall auf die Sprünge helfen", verspricht IFF-Projektleiter und Buchautor Schnauffer. Im Rahmen von UNIKAT wurde eine Methode namens Potenzial-Scanner entwickelt, die solche verborgenen Schätze aufspüren kann. Er umfasst rund 30 Filter, die durch die Untersuchung der betriebswirtschaftlichen Praxis in den beteiligten Firmen entstanden sind. Sie klären Fragen wie: Welchen Eindruck haben neue Mitarbeiter vom Unternehmen? Was sind die Wurzeln des jüngsten Erfolgs? Warum hat die Firma einen Auftrag erhalten, obwohl ein Konkurrent günstiger geliefert hätte? Die Methoden reichen von qualitativen Interviews bis hin zu Datenbankanalysen.


In der Praxis hat sich die UNIKAT-Methode bereits bewährt - nur ein Beispiel: "Wir haben herausgefunden, dass unsere Mitarbeiter über bislang ungenutzte Software-Kenntnisse verfügen", freut sich Ralf Lange, Vorstand der März Internetwork Services AG. "Nun können wir unseren Kunden Dienstleistungen für IT-Hardware, -Software und -Netzwerke aus einer Hand bieten. Die Auftragslage in diesem neuen Geschäftsfeld ist bereits sehr gut."

Ansprechpartner:

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb
und -automatisierung IFF
Sandtorstraße 22, 39106 Magdeburg
Dipl.-Kfm. Hans-Georg Schnauffer
Telefon 0391 - 4090-602 , Fax -555
E-mail: schnauffer@iff.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://wim.iff.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/mediendienst

Weitere Berichte zu: UNIKAT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?
28.06.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Willkommen an Bord!
28.06.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Supersensitive through quantum entanglement

28.06.2017 | Physics and Astronomy

X-ray photoelectron spectroscopy under real ambient pressure conditions

28.06.2017 | Physics and Astronomy

Mice provide insight into genetics of autism spectrum disorders

28.06.2017 | Health and Medicine