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Fortbildungsseminar
vom 16. bis 18. April 2002 in Maria-Laach
Die Eigenschaften der Werkstoffe gehen letztlich darauf zurück, dass Phasenumwandlungen zur Verfügung stehen, deren Kinetik durch geeignete Wärmebehandlungen in weiten Grenzen beeinflusst werden kann. Die Kenntnis der stabilen und metastabilen Phasengleichgewichte ist daher unverzichtbar im Bereich von Werkstoffentwicklung, -optimierung und -auswahl.
In der Praxis bestehen Werkstoffe aus hochkomponentigen Systemen, deren Gleichgewichte sich allerdings nur noch mit numerischen Techniken bestimmen und darstellen lassen. Das war der Auslöser für die Entwicklung von Computerunterstützter Thermodynamik. Mit der Verfügbarkeit von Software für thermodynamische Rechnungen (Gleichgewichte und Kinetik) und der Entwicklung von thermodynamischen und kinetischen Datenbanken ist es heute möglich, die thermodynamische Rechnung als Werkzeug für komplexe technologische Fragestellungen einzusetzen.
Die über Wärmebehandlungen eingestellten Gefüge stellen häufig metastabile Zustände dar, die grundsätzlich in Richtung auf das stabile Gleichgewicht veränderlich sind. Deshalb muss die Frage nach der Stabilität eines eingestellten Gefüges unter komplexen Betriebsbedingungen, z.B. hohen Temperaturen, beantwortet werden. Hinzu kommt, dass bei Neuentwicklungen, z.B. zur Anhebung der Betriebstemperatur in stationären Gasturbinen, die experimentellen Möglichkeiten der Prüfung von Langzeiteigenschaften begrenzt sind. Hier müssen Simulationen unterstützend eingesetzt werden.
Es ist das Ziel des Fortbildungsseminars, den heutigen Stand der Entwicklung und die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten in verständlicher Form darzustellen. Es wird ein weites Feld von Materialien abgedeckt, z.B. Stähle, Elektronische Materialien, Edelmetallegierungen, Lote, Hg-Amalgame. Dabei werden konkrete Beispiele aus industriellen Anwendungen vorgestellt. Zusätzlich zu den Präsentationen wird ein breiter Raum für "live" und interaktiv ausgeführte Demonstrationen vorgegeben, damit die Teilnehmer einen guten Einblick in die Vorgehensweise und den praktischen Einsatz dieser Instrumente gewinnen können.
Das Fortbildungsseminar wendet sich vornehmlich an Mitarbeiter, die in Bereichen von Forschung und Entwicklung in der Industrie tätig sind.
Das Fortbildungsseminar steht unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. G. Inden, Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf.
Die Teilnehmerzahl ist mit Rücksicht auf den Lehrerfolg begrenzt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.,
Miriam Leonardy,
Hamburger Allee 26,
D-60486 Frankfurt,
Tel: 069-7917 759,
Fax: 069-7917 733,
E-Mail: ml@dgm.de
Miriam Leonardy | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dgm.de
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