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Jubiläum: der Dräger Vapor wird 50

03.06.2008
Seit 50 Jahren unterstützt der Dräger Vapor®, ein Verdunster für flüssige Narkosemittel, Anästhesisten dabei, dass Patienten während operativer Eingriffe nicht mehr bei Bewusstsein sind und ihr Schmerzempfinden ausgeschaltet ist.

Vapore von heute


Doppelapparat 240 N Former

Wenn der Chirurg das Kommando gibt „Gib Gas“, dann steht eine weitere schmerzhafte Operationsphase an. Der Anästhesist dreht dann am Handrad des Vapors, um die Narkose zu vertiefen. Das Ergebnis zeigt das Anästhesiegerät an, oder ein entsprechender Anästhesiegas-Monitor: Die Konzentration des Narkosemittels im Atemgas, inspiratorisch und exspiratorisch, stimmt.

Rückblick

So präzise war die Narkosetechnik nicht immer: Ihr Beginn im Jahre 1846 machte den Äther zum beliebtesten Anästhetikum. Doch Mitte des 20. Jahrhunderts kamen neue Technologien und alternative flüssige Narkotika auf. Halothan eroberte den Markt und der Ruf nach einer neuen, präzisen Dosierung folgte. So entwickelte Dräger 1958 den Vapor: ein kalibriertes Dosiergerät, das am Anästhesiegerät befestigt und durch das Frischgas geleitet wird. Der Vapor fügt dem Frischgas die vom Arzt definierte und eingestellte Menge und Konzentration an Narkotika zu. An dem Dosierprinzip (Bypass-Prinzip) hat sich bis heute nichts Wesentliches verändert – die Technologie des Vapors jedoch wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Heute: Der Dräger Vapor steht für Qualität

Das Besondere des Dräger Vapors ist seine lebenslange Kalibrierung. Verlässt der Vapor die Produktion in Lübeck, muss er danach nie wieder nachkalibriert werden. So stellt der Dräger Vapor über seinen gesamten Lebenszyklus sicher, dass die eingestellte Dosierung der Narkosemittel auch tatsächlich beim Patienten ankommt. Spezielle Edelstahl- und Messing-Legierungen sorgen für eine lange Lebensdauer, Resistenz gegen Veränderungen und für Druck- und Temperaturkompensation. Weitere Merkmale: Der auf Mikrometer genau eingestellte Bypass oder die Tatsache, dass sich im Dosierbereich kein Aluminium befindet, das unter Umständen mit Narkosemitteln reagieren könnte.

Transportabel und mit Standardflaschen nachfüllbar

Bei den flüssigen Narkotika gibt es heute hauptsächlich fünf verschiedene: Sevoflurane, Desflurane, Enflurane, Halothane und Isoflurane. Die Mittel werden je nach medizinischer Indikation unterschiedlich eingesetzt, brauchen aber alle ihren eigenen Vapor. Das bedeutet, dass der Vapor innerhalb der Klinik verschlossen von A nach B transportiert werden muss. Die Patentlösung hat der Dräger Vapor: er verfügt über eine spezielle Transporteinstellung. Mit dem Handrad wird diese Einstellung gewählt und der Vapor wird hermetisch verschlossen – früher musste er jedes Mal geleert werden.

Selbst wenn sich noch geringe Mengen des jeweiligen Narkosemittels im Vapor befinden – die Standard-Nachfüllflaschen mit einem Volumen von 250 ml

nimmt der 300 ml umfassende Tank noch auf. Restbestände werden so nahezu vermieden.

Spezielle Einsatzbereiche

Eine Sedierung von Patienten ist hin und wieder auch im Bereich der Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig. Der Dräger Vapor ist hier zum Beispiel in Verbindung mit dem Anästhesie-Gerät Fabius MRI einsetzbar. Die Funktionsfähigkeit ist für den Einsatz am MRT-System von 1,5 und 3 Tesla gewährleistet.

Auch bei Temperaturen von +10 °C bis +40 °C bleibt die eingestellte
Dosierung des Narkosemittels mit dem Dräger Vapor erhalten. Wichtig ist
dies vor allem für Knochen-Operationen, bei denen der Operationssaal auf
15 °C heruntergekühlt wird, oder aber bei Operationen von Verbrennungsopfern, bei denen die Temperatur im Saal hochgefahren
werden muss.

Dräger Vapore finden sich aber nicht nur an den eigenen Anästhesiegeräten wieder. Pharma-Unternehmen setzen den Dräger Vapor ein, um ihre Narkotika zu vermarkten und auch andere Hersteller von Anästhesiegeräten greifen gerne auf Dräger Vapore zurück.

Über Dräger:

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist ein international führender Konzern der Medizin- und Sicherheitstechnik: Dräger-Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte der Technologiekonzern im Jahre 2007 weltweit einen Umsatz von 1.819,5 Mio. Euro und ein EBIT von 151,9 Mio. Euro. Heute beschäftigt der Lübecker Konzern rund 10.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Vertriebs- und Servicegesellschaften weltweit und ist in rund 190 Ländern vertreten. Die Tochtergesellschaft Dräger Medical bietet Produkte, Dienstleistungen und integrierte Systemlösungen. Diese begleiten Patienten von der Notfallmedizin, über den perioperativen Bereich, die Intensiv- oder Perinatalmedizin bis hin zur Heimbeatmung.

Fachpressekontakt:
Birgit Diekmann
Tel.: +49 451 882 1215
E-Mail: birgit.diekmann@draeger.com

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