Anzeige
Weltbank-Projekt PROFISH soll Ausbeutung der Meere kontrollieren
Nun hat auch die Weltbank begriffen, dass die Ausbeutung der Meere zu einem Ende kommen muss. Das neue Programm namens PROFISH soll dafür sorgen, dass nachhaltige Fischerei die globale Fischkrise lösen kann. Dazu soll vor allem auch ein Instrumentarium geschaffen werden, das der illegalen Fischerei den Riegel vorschiebt, berichtet die Weltbank.
Das PROFISH Programm wurde vom Direktor der Umweltabteilung der Weltbank Warren Evans beim NEPAD-Fish For All Summit in Abuja/Nigeria vorgestellt. (pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050823032 ). Evans betont, dass die Studien der vergangenen Jahre zeigen, dass die Korallenriffe weltweit schwer geschädigt sind und die Fischpopulationen permanent zurückgehen. "Wir nehmen derzeit mehr Fische aus den Meeren als nachwachsen", bringt es der Experte auf den Punkt. Sieben der wichtigsten Speisefische der Erde sind massiv bedroht. "Überfischung ist weit mehr als nur ein ökologischer Verlust", umschreibt Evans das Problem. Überfischung und Armut stünden in direktem Verhältnis zueinander.
"PROFISH soll eine Partnerschaft zwischen der Weltbank und vielen anderen Entwicklungspartnern werden", erklärt Evans. Mehr als 150 Mio. Menschen in Entwicklungsländern arbeiten in der Fischindustrie oder sind mit Fischfang betraut. PROFISH soll so Evans auch dafür Sorgen illegale Fischerei einzudämmen. Dabei sei nicht nur auf große Fischkutter zu achten, sondern auch auf kleinere. "Obwohl große Schiffe mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sind es kleinere, die die größeren Schäden anrichten: Sie sind es, die Korallenriffe zerstören, Laichgründe leerfischen", so Evans.
Kritik an der Vorgehensweise kommt von internationalen Umweltorganisationen. Nina Thülln, Meeresexpertin bei Greenpeace Österreich kritisierte im Gespräch mit pressetext den Heißhunger der Industriestaaten auf Fisch. Eine Lösung sei nur zu erwarten, wenn der Bedarf an Fisch sinkt. "Es ist lächerlich, wenn EU-Fischflotten vor der Küste Afrikas alles leer fischen und hernach Reglements zur Fischerei aufstellen." Tatsächlich hat sich die Zahl der EU-Fischfang-Erträge vor der Küste Westafrikas zwischen 1950 und 2001 verzwanzigfacht. Evans sieht das Problem. "PROFISH muss auch hier wirken. Es kann sein, dass die EU-Länder nun ihr Maß an Subventionen für die Fischerei überdenken muss." Tatsächlich tobt aber in Europa seit Jahren ein Kampf um Fischereisubventionen und Fangquoten. Als oberste Priorität will das Projekt aber eine Listung in Form von Datenbanken von illegalen Fangflotten erstellen. Diese soll in den kommenden drei Jahren fertig gestellt sein.
Aquakulturen, die von der Weltbank empfohlen werden, hätten sich vielfach als tickende Umweltbomben erwiesen, da sie große Flächen in Anspruch nehmen. Zudem werden viele der gezogenen Arten wie etwa Shrimps mit Fischmehl gefüttert. In einigen Staaten Mittelamerikas und Südasiens wurden große Mangrovenwälder, die vor Flutwellen schützen für Fisch- und Shrimpfarmen gerodet. Zudem sorgten sie für den Eintrag von Antiobiotika und anderen schädlichen Substanzen in küstennahe Gewässer, wie Greenpeace seit Jahren kritisiert.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.worldbank.org
www.fishforall.org
www.greenpeace.at
Weitere Berichte zu: Ausbeutung > Fischerei > Korallenriff
Auch saubere Kohleverbrennung beeinflusst das Klima
02.02.2012 | Karlsruher Institut für Technologie
Was in unsere Seen fließt
01.02.2012 | Global Nature Fund (GNF)
Durch Verwendung viraler Vektoren können mittels RNAi Genfunktionen in Insekten innerhalb kurzer Zeit studiert werden
Gelbe Biotechnologie ist die Biotechnologie mit Insekten, analog zur grünen (Pflanze) und roten (Tiere) Biotechnologie. Wirkstoffe oder Gene aus Insekten werden charakterisiert und können für die Forschung oder die Anwendung in Landwirtschaft oder Medizin eingesetzt werden.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, verwenden jetzt ein Verfahren, mit dem sie die ...
Optomechanische Interaktionen
Vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende stellen ein mikroskopisches System vor, das Licht in mechanische Schwingung und umgekehrt umwandeln kann. Diese Interaktion ist so stark, dass damit die Bewegung des Oszillators auf einer quantenmechanischen Ebene beeinflussbar wird.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass die Bewegung von Gegenständen letztlich ...
Matschige Tomaten, braune Bananen und überreife Kirschen – die Abfälle von Großmärkten sind bisher bestenfalls auf dem Kompost gelandet. Künftig sollen sie besser genutzt werden: In einer neu entwickelten Anlage lassen sie sich vergären. Dabei entsteht Methan, das als Kraftstoff Autos antreiben kann.
Lässt der Autofahrer am Zapfhahn Erdgas in den Tank strömen statt Benzin oder Diesel, fährt er günstiger und umweltbewusster: Der Treibstoff schont das Portemonnaie, die Auspuffgase enthalten weniger Kohlenstoffdioxid und kaum Rußpartikel. Zunehmend rüsten Autofahrer daher ihre Otto-Motoren für den Erdgas-Betrieb um. Erdgas gehört jedoch ebenso wie Erdöl zu den ...
Mechanismen bei der Dotierung organischer Halbleiter geklärt
Das Dotieren anorganischer Halbleiter stellt die zentrale Grundlage der modernen Elektronik dar. Dabei werden Halbleitermaterialien, wie beispielsweise Silizium, kontrolliert mit Fremdatomen verunreinigt, wodurch sich die Leitfähigkeit präzise einstellen lässt.
Seit einigen Jahren wird die sogenannte organische Elektronik als zukunftsweisende Technologie entwickelt. Hier werden organische Moleküle und Polymere als Halbleiter verwendet.
...
Sie reinigen, inspizieren und suchen nach Katastrophenopfern – mobile Roboter sind vielseitig einsetzbar.
Doch oft ist keine Karte verfügbar, die ihnen den Weg durch unbekanntes Gelände weist. Ein neuer mobiler Roboter erkundet autonom fremde Umgebungen und kartiert sie. Eine Algorithmen-Toolbox macht’s möglich.
Industrieroboter sind seit Jahren in der Arbeitswelt etabliert – etwa in der Automobil- oder der Hausgerätefertigung verrichten sie zuverlässig ihren Dienst am ...
Anzeige
Anzeige

Wissenschaftler entdecken möglicherweise bewohnbare Super-Erde
02.02.2012 | Physik Astronomie
Study finds southern Indian Ocean humpbacks singing different tunes
02.02.2012 | Studien Analysen
Forscher in Heidelberg untersuchen intrazellulären Transport
02.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Das Kleinkraftwerk im eigenen Keller
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
1. Augsburger Technologietransfer-Kongress
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten