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Experten warnen vor verfrühten Hoffnungen
Während Teile des antarktischen Eises im Westen immer rascher schmelzen, haben nun Wissenschaftler festgestellt, passiert im Osten der Südpolaren Landmasse das Gegenteil. Dort hat der Eispanzer von 1992 bis 2003 um 45 Mrd. Tonnen zugenommen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 1,8 Zentimeter. Dass es keinen Grund zum Jubeln gibt, berichten die Forscher aber auch: denn vermehrte Verdunstungen über dem Meer haben zu stärkeren Schneefall über der Antarktis geführt, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science.
Für die Experten um Curt Davis von der University of Missouri sind die Nachrichten keineswegs erstaunlich, denn Klimaforscher haben bereits davor gewarnt, dass die größeren Verdunstungen die Niederschläge in der Polarregion beeinflussen werden. Dies haben zumindest Klimamodelle die von Computern erstellt wurden, prophezeit. Die Auswertung der ESA-Satelliten-Daten ERS-1 und ERS-2 haben jedenfalls bestätigt, dass das Eis in der westlichen Antarktis dicker geworden ist, während es im Osten um 0,9 Zentimeter jährlich schmilzt. Unklar ist es jedoch, wie sich diese Bewegung auf den Meeresspiegel auswirken wird.
Die Forscher warnen nämlich davor, dass dieser Zuwachs von Eis in einer stetig wärmeren Erde sich in Zukunft fortsetzen werde. "Dieser Effekt wird nur eine zeitlang anhalten, denn die Küstenregionen werden schneller schmelzen, während das Inlandeis länger bestehen bleibt", so Davis. Die Eisschmelze in der westlichen Antarktis wird nach Angaben der Experten wie David Vaughan von der British Antarctic Survey (BAS) allerdings wesentlich schneller gehen. Bereit jetzt wird deutlich, dass immer größere Eisberge vom Schelf abbrechen.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.sciencemag.org
www.missouri.edu
www.bas.ac.uk
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