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Immer häufiger kommt es zu Überschwemmungen, die verheerende Auswirkungen auf Leben und Eigentum haben können. Bis heute wurden Hochwasserwarnungen nur mit einer Vorlaufzeit zwischen null und vier Tagen gegeben. Das Projekt zum europäischen Flutvorhersage-System (EFFS) wird all das ändern, denn es garantiert für jeden Einzelnen eine längere Vorbereitungszeit.
Nationale Wasserverbände sind für die Herausgabe von Hochwasserwarnungen verantwortlich. Wetterberichte und die hydrologischen Bedingungen in den entsprechenden Flusseinzugsgebieten werden genutzt, um zu bestimmen, ob es Grund zur Sorge gibt. EFFS hat ein nutzerfreundliches Computerprogramm entwickelt, das als Instrument zur Integration von Wetterberichten mit hydrologischen Modellen dient. Für den Anwender ist es nicht zwingend notwendig, die Formate und Merkmale von Wetterdaten oder die spezifischen hydrologischen Modelle zu kennen, was offensichtlich die Leistungsfähigkeit des Programms erhöht.
Dieses neue Instrument eignet sich nicht nur zum Anschauen von Wetterberichten, sondern erstellt auch Warnungen im Falle von möglicherweise gefährlichen Daten (wie zum Beispiel Wasserständen) und überprüft und bearbeitet diese Daten. Außerdem kann mit dem Programm die vorhergesagte Überschwemmung modelliert und die Auswirkungen verdeutlicht werden. Wenn man das Ausmaß des vorhergesagten Hochwassers kennt, können notwendige Vorsichtsmaßnahmen (wie zum Beispiel Evakuierung, kontrollierte Freisetzung oder temporäre Rückhaltebecken) getroffen werden. Der größte Vorteil dieses neuen Programms besteht darin, dass diese Vorsichtsmaßnahmen jetzt vier bis zehn Tage im Voraus durchgeführt werden können.
Das System kann täglich Informationen zu möglichen Überschwemmungen von großen europäischen Flüssen wie dem Rhein oder der Oder liefern. Es kann zudem Informationen zu Sturzfluten in kleinen Becken und zu Überschwemmungen in Regionen, in denen Hochwasservorhersagen bis heute nicht möglich waren, bereitstellen. Wenn die in diesen stark gefährdeten Regionen gesammelten Informationen an lokale Wasserverbände und Wetterdienststationen verbreitet werden, können verbesserte Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
Dr. Paolo Reggiani | Quelle: Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen: www.effs@wldelft.nl
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