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Vorbeugender Hochwasserschutz - wo Köln von Dresden lernen kann

20.12.2000

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In Köln müssen nahezu jährlich erhebliche Summen für die Beseitigung von Hochwasserschäden aufgewendet werden. Dank der Voraussicht der Vorväter kennt Dresden derartige Probleme nicht. So bot die Stadt den idealen Standort für einen Workshop zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Hochwasser macht erfinderisch. Der Kölner Einsatzleiter weiß ein Lied davon zu singen: Schwimmende Nilpferde und andere Zoobewohner werden eingefangen und in Schulen untergebracht. Und kaum ein Rheinanlieger hat seine Öl- oder Gasheizung noch im Keller untergebracht. Besser jedoch ist es, Hochwasserschäden zu vermeiden. Dazu gibt es bereits viele Ansätze, die allerdings bisher zu wenig miteinander verknüpft wurden.
Bundesweit erstmalig ist es dem Dresdner Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt nun gelungen, Vertreter aller mit Hochwasser befassten Institutionen der Bundesrepublik sowie Gäste aus Tschechien und der Schweiz zusammen zu führen. Beim Workshop "Vorbeugender Hochwasserschutz auf kommunaler Ebene", der am 13./14.12. im IÖR-Saal stattfand, trafen sich ca. 80 Wissenschaftler und Praktiker aus den Bereichen Raumordnung, Natur- und Landschaftsschutz, Wasserwirtschaft sowie Versicherungen. So konnte die gesamte Palette hochwasserrelevanter Fragestellungen im Zusammenhang diskutiert werden.
Versicherungen beispielsweise reagieren auf die Problematik mit der Erstellung von Risikokarten. Der Versicherungsbeitrag für die Flussanrainer kann so entsprechend der Lage gestaffelt werden. Einen ganz anderen Zugang zum Thema stellten Forscher des IÖR vor: Sie erläuterten am Beispiel des Flusseinzugsgebiets der Wesenitz eine mögliche Strategie zum vorbeugenden Hochwasserschutz mittels informeller Planungen.
Das Zusammenführen dieser sowie weiterer Perspektiven werteten Veranstalter und Teilnehmer als wichtigsten Erfolg der Veranstaltung. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Tagungsband veröffentlicht werden. Darüber hinaus soll eine Internetseite für betroffene Kommunen eingerichtet werden.

Ansprechpartner im IÖR: Dr. Bernd Siegel 0351-4679-234

Jörg Rathmann | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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