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Drehrohrverbrennung mit weniger Ruß und Kohlenmonoxid - THERESA

19.03.2007
Laborabfälle oder Abfälle aus Schadstoffsammlungen können nur in Gebinden einer Verbrennung zugeführt werden, was zu einer stoßartigen Belastung in Drehrohr-Verbrennungsanlagen und der folgenden Rauchgasreinigung führt.

Abhängig von Gebindegröße und Heizwert entstehen im Drehrohr teils sehr hohe Konzentrationsspitzen an partiell verbrannten Schadstoffen wie Ruß und vor allem Kohlenmonoxid, die in einer Nachbrennkammer nur teils abgebaut werden können. Da Abfallverbrennungsanlagen strengen Emissionsgrenzwerten unterliegen, ist die Kohlenmonoxidkonzentration am Rauchgasabzug der limitierende Faktor für den Durchsatz.Entwickelt wurde ein Verfahren, das unter Einhaltung der Emissionsgrenzwerte den Durchsatz bei der Verbrennung hochkalorischer Gebinde deutlich erhöht.

Dazu wird der Feuerraum im Drehrohrofen hinsichtlich Konzentrationsspitzen mit einem optischen Sensor überwacht und die Verbrennungsbedingungen in der Nachbrennkammer den Anforderungen eines vollständigen Ausbrands in der Gasphase angepasst. Die Anpassung erfolgt auf der Brennstoffseite primär durch kurzzeitige Reduzierung des Brennstoffdurchsatzes, der Verbrennungsluftdurchsatz bleibt jedoch konstant.

Konzentrationsspitzen des Kohlenmonoxids können um mehr als 90 Prozent reduziert und der Durchsatz an hochkalorischen Gebinden im Drehrohrofen um den Faktor zwei und mehr erhöht werden. Das Verfahren ist an Anlagenbedingungen und Verbrennungsprozesse anpassbar - auch instationäre Prozessverläufe.

Dr. Rolf Blattner
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Stabsabteilung Marketing, Patente und Lizenzen
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D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen
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