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Ausländerzahl in Deutschland fast unverändert

07.03.2007
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes weist das Ausländerzentralregister (AZR) am Jahresende 2006 insgesamt rund 6,75 Millionen Personen in Deutschland nach, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Ihre Zahl ist gegenüber 2005 um etwas mehr als 4.800 Personen (- 0,1%) zurückgegangen.

Diese leichte Verminderung der Ausländerzahl ergibt sich aus folgenden Veränderungen: Knapp 382.800 ausländische Personen sind im Laufe des Jahres 2006 nach Deutschland zugezogen oder wurden hier geboren, gut 272.900 haben Deutschland im gleichen Zeitraum verlassen oder sind verstorben; rund 114.600 sind aus anderen Gründen aus dem Zentralregister ausgeschieden, zum Beispiel durch Einbürgerung.

32% (2,2 Millionen) aller ausländischen Personen am Jahresende 2006 kamen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und weitere 47% (3,2 Millionen) aus anderen europäischen Ländern. 12% stammten aus Asien, 4% aus Afrika, 3% aus Amerika und 1% hatten keine oder eine ungeklärte Staatsangehörigkeit. Die wichtigsten Herkunftsländer der hier lebenden Personen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit sind die Türkei mit einem Anteil von 26%, Italien mit 8%, Polen mit 5%, Serbien und Montenegro einschließlich der beiden Nachfolgestaaten mit zusammen 5% sowie Griechenland mit 4,5%.

Ende 2006 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller ausländischen Personen in Deutschland 17,3 Jahre. Über ein Drittel der ausländischen Bevölkerung wohnt mehr als 20 Jahre hier. Etwa 70% oder 4,7 Millionen halten sich seit mindestens acht Jahren hier auf und haben so die notwendige Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung erreicht.

1,4 Millionen oder 20% aller im Ausländerzentralregister geführten Ausländerinnen und Ausländer wurden in Deutschland geboren. Der Anteil der Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit liegt hier mit 34% deutlich höher als bei den Ausländern insgesamt.

Frauen machen 48,5% der registrierten ausländischen Bevölkerung aus. Sie waren im Durchschnitt 36,3 Jahre alt und lebten seit 16,5 Jahren in Deutschland. Das Durchschnittsalter der ausländischen Männer lag bei 37,1 Jahren, ihre Aufenthaltsdauer bei 18,1 Jahren.

Die 2006 nach Deutschland zugezogenen Ausländerinnen waren im Mittel 27,2 Jahre alt, die männlichen Ausländer 30,4 Jahre - ein deutlicher Beitrag zur Verjüngung der ausländischen Bevölkerung. 69% aller neu Zugezogenen kamen aus Europa, 44% von ihnen aus den Ländern der Europäischen Union, hier vor allem aus Polen. Aus dem außereuropäischen Raum kamen insbesondere aus den Vereinigten Staaten und aus China viele Zuwanderer nach Deutschland.

Die Ausländerinnen, die Deutschland 2006 verlassen haben, waren im Schnitt 34,2 Jahre alt und hatten 8,1 Jahre hier gelebt, bei den Ausländern lag das Alter bei 36,5 Jahren und die Aufenthaltsdauer bei 9,0 Jahren. Damit unterscheidet sich die ausländische Bevölkerung, die Deutschland 2006 wieder den Rücken gekehrt hat, durch ein geringfügig niedrigeres Alter und eine deutlich geringere Aufenthaltsdauer von der noch ansässigen ausländischen Bevölkerung.

Das Ausländerzentralregister (AZR) erfasst nur Ausländerinnen und Ausländer, die sich "nicht nur vorübergehend" in Deutschland aufhalten. Es wird deshalb bei Bestandszahlen und Veränderungen in der Regel niedrigere Werte ausweisen als Datenquellen ohne eine solche Einschränkung. Aus diesem Grund dürfen die Bestandszahlen aus dem Ausländerzentralregister nicht unmittelbar mit jenen aus der Bevölkerungsfortschreibung und die Zu- und Fortzüge aus dem Ausländerzentralregister nicht mit entsprechenden Angaben aus der Wanderungsstatistik verglichen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Gunter Brückner,
Telefon: (0611) 75-4365,
E-Mail: gunter.brueckner@destatis.de

Dr. Gunter Brückner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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