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Deutsche Exporte nach Osteuropa seit 1995 fast verdoppelt

08.10.2001


WIESBADEN – Wie DESTATIS, das Statistische Bundesamt, mit Blick auf den 4. Deutschen Außenwirtschaftstag "Europa Plus – Neue Märkte in Mittel- und Osteuropa" am 09. und 10. Oktober in Bremen mitteilt, stiegen die deutschen Ausfuhren in die Länder Mittel- und Osteuropas im Jahr 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 22,3 % von 97,3 Mrd. DM auf 119,0 Mrd. DM. Das ist die höchste Steigerungsrate der deutschen Ausfuhren in diese Ländergruppe seit 1997 (+ 28,6 %). Gegenüber 1995 (61,0 Mrd. DM) haben sich die deutschen Exporte nach Mittel- und Osteuropa im Jahr 2000 fast verdoppelt.

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An der Spitze der mittel- und osteuropäischen Zielländer deutscher Ausfuhren lagen im Jahr 2000 Polen (28,4 Mrd. DM; + 17,6 % gegenüber dem Vorjahr), die Tschechische Republik (25,0 Mrd. DM; + 27,5 %) sowie Ungarn (20,1 Mrd. DM; + 21,5 %). Damit blieb die Rangfolge des Jahres 1999 unverändert.

Nach Polen und in die Tschechische Republik wurden im Jahr 2000 aus Deutschland hauptsächlich Maschinen (Polen: 4,5 Mrd. DM, Tschechische Republik: 3,9 Mrd. DM) und nach Ungarn vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile (3,1 Mrd. DM) exportiert.


Im Jahr 2000 wurden aus den Ländern Mittel- und Osteuropas Waren im Wert von 125,3 Mrd. DM importiert. Damit lagen die Einfuhren aus diesen Ländern im Jahr 2000 um 31,4 % über den entsprechenden Werten des Vorjahres (95,3 Mrd. DM). Dies führte im Jahr 2000 dazu, dass erstmals innerhalb des letzten Jahrzehnts mehr Waren aus dieser Ländergruppe importiert, als deutsche Waren dorthin exportiert worden sind. Somit schloss die deutsche Handelsbilanz mit Mittel- und Osteuropa im Jahr 2000 mit einem Negativsaldo von 6,3 Mrd. DM ab.

Wichtigste Ursprungsländer für die Importe aus Mittel- und Osteuropa waren im Jahr 2000 Russland (28,5 Mrd. DM; + 73,7 % gegenüber Vorjahr), die Tschechische Republik (25,2 Mrd. DM; + 26,7 %) sowie Polen (23,3 Mrd. DM; + 29,2 %). Im Jahr 1999 lag Russland bei den deutschen Einfuhren noch hinter der Tschechischen Republik und Polen.

Aus Russland wurde im Jahr 2000 hauptsächlich Erdöl und Erdgas (19,5 Mrd. DM) eingeführt. Bei den Importen aus der Tschechischen Republik sowie aus Polen dominierten Kraftwagen und Kraftwagenteile (Tschechische Republik: 4,4 Mrd. DM, Polen: 3,6 Mrd. DM).

Weitere Informationen zum deutschen Außenhandel mit Mittel- und Osteuropa enthält die Publikation des Statistischen Bundesamtes "Deutschlands Handelspartner in Mittel- und Osteuropa", die an Interessenten kostenlos abgegeben wird.




Weitere Auskünfte erteilt: Hans Seibel,
Telefon: (0611) 75-2475
E-Mail: florian.eberth@destatis.de

Hans Seibel | DESTATIS
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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