Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

’impulse’-Länder-Rangliste der Job-Verweigerer

23.04.2003


2002 legte die Zahl der "Faulenzer" um über 7.100 auf 100.883 zu Hamburg bleibt Hochburg der "Drückeberger" / Brandenburg hat die wenigsten Arbeitsverweigerer / Neue Bundesländer alle unter dem Bundesdurchschnitt

Die Zahl der arbeitsunwilligen Arbeitslosen ist 2002 im dritten Jahr in Folge gestiegen. Wie das Wirtschaftsmagazin ’impulse’ (Ausgabe 5/2003, EVT 24. April) berichtet, haben die Arbeitsämter im letzten Jahr insgesamt 100.883 Arbeitslosen Leistungen gekürzt, weil sie Jobs oder Bildungsangebote ablehnten. Das waren nochmals über 7.100 mehr als im Vorjahr. Die Faulenzer-Quote, also der Anteil der Drückeberger an der Gesamtzahl der Bezieher von Arbeitslosengeld sowie Arbeitslosen- und Eingliederungshilfe, ging indes im Bundesdurchschnitt auf 2,80 Prozent (2001: 2,91) Prozent zurück. Das lag aber allein an der gleichzeitig stark gestiegenen Zahl von Arbeitslosen, die Leistungen vom Staat beziehen.

Vor allem in den alten Bundesländern verweigern immer mehr Arbeitslose die Arbeitsaufnahme oder Bildungsangebote. Trauriger Spitzenreiter ist wie im Vorjahr der Stadtstaat Hamburg. Dort ist die Drückeberger-Quote mit 5,91 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Nach der von ’impulse’ anhand einer Statistik der Bundesanstalt für Arbeit errechneten Rangliste verzeichnet Niedersachsen von den alten Bundesländern mit einer Quote von 3,72 Prozent relativ den höchsten Anstieg. Dort wurden 2002 rund 22 Prozent mehr Arbeitslosen Zuwendungen gestrichen, weil sie ein Job- oder Schulungsangebot abgelehnt hatten. Platz drei belegt Bremen mit 4,9 Prozent, auf Rang vier und fünf folgen Schleswig-Holstein (4,53 Prozent) bzw. Bayern (4,36 Prozent). Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit einer Quote von 2,68 Prozent als einziges westdeutsches unter dem Bundesdurchschnitt.

Alle neuen Bundesländern haben dagegen Verweigererquoten, die deutlich niedriger als der Bundesdurchschnitt sind. Die geringsten Sorgen mit arbeitsunwilligen Hilfsempfängern hat nach der ’impulse’-Rangliste Brandenburg mit einer Drückeberger-Quote von lediglich 0,92 Prozent. In Sachsen lag sie 2002 mit 0,93 Prozent nur geringfügig höher. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern (2,38 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (1,81 Prozent) geben die um 22 bzw. 27 Prozent höheren Quoten Anlass zur Sorge.



Für Rückfragen:


Christian Plöger
Redaktion ’impulse’ Berlin
Tel. 030/726 19 16-0 oder 030/726 19 16-11

Fax 030/726 19 16-22
E-Mail: ploeger.christian@impulse.de

| ots

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie