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Deutsche Industrieunternehmen sind führend beim Umweltschutz

20.06.2006 - 20.06.2006
"Die Träger des BDI-Umweltpreises sind hervorragende Beispiele dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften Anspruch und Realität in der deutschen Industrie sind." Das erklärte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann am Dienstag anlässlich der Verleihung des BDI-Umweltpreises. "Die deutsche Industrie setzt mit der Entwicklung von neuen Verfahren und Produkten permanent neue Maßstäbe und beweist damit ihre Lösungskompetenz im Bereich des Umweltschutzes", sagte Thumann beim "Tag der deutschen Industrie 2006" in Berlin.

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Der BDI-Umweltpreis wurde in vier Kategorien an folgende Unternehmen vergeben: In der Kategorie "umweltfreundliche Technologien" ging der Preis an die Firma SebaKMT mit dem Projekt "Funkbasiertes Erkennungssystem von Leckagen in den Netzen der Wasserversorger zur Reduzierung von Wasserverlusten". SebaKMT hat ein akustisches System entwickelt, das Rohrbrüche und Leckagen in kommunalen Wasserversorgungsnetzen erkennen und orten kann. Durch dieses Leckage-Erkennungssystem wird die Zeit bis zum Erkennen von Wasserleckagen aus Versorgungsleitungen stark verkürzt. Es wird geschätzt, dass in den deutschen Trinkwassernetzen jährlich 1,14 Mio. Kubikmeter Wasser durch Leckagen versickern. Das entspricht acht Prozent des Wasserverbrauchs. Mit dieser Technologie können diese Verluste deutlich reduziert werden.


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AFX BASF BDI-Umweltpreis UNIDO

In der Kategorie "umweltverträgliche Produkte" wurden zwei Unternehmen ausgezeichnet. Mit Disponil AFX hat die Cognis Deutschland GmbH Co KG ein aromatenfreies, "grünes" Tensid für die Emulsionspolymerisation entwickelt. Der Stoff wird verwendet für die Herstellung von Latexdispersionen, welche die Ausgangsbasis für wässrige Lacke, Farben und Druckfarbe, Leder-, Papier- Textilbeschichtungen und Klebstoffe darstellen. Disponil AFX ist ebenso leistungsfähig und kostengünstig wie das häufig verwendete umweltbelastende Nonylphenolethoxylat (NPEO). Gleichzeitig bietet es ökologische Vorteile: Disponil AFX ist leicht und schnell biologisch abbaubar, sein hydrophober Molekülteil (ein linearer Fettalkohol) stammt aus nachwachsenden Rohstoffen und folgt somit dem Gedanken der nachhaltigen Entwicklung. Zusammen mit der MAN Nutzfahrzeuge AG hat die Emitec GmbH ein neuartiges Filterkonzept für Dieselmotoren entwickelt. Das System ermöglicht einen kontinuierlichen Abbrand von partikelförmigen Komponenten im Abgas und kommt ohne den sonst üblichen Regenerationszyklus aus. Wie veröffentlichte Tests belegen, hält der Partikelfilter vorzugsweise die in gesundheitlicher Hinsicht besonders kritischen Feinstpartikel zurück.

In der Kategorie "Umweltschutz-Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer und Staaten Osteuropas" wurde die BASF AG mit dem Projekt "Public Private Partnership zwischen UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung), UNEP (United Nations Environment Programme) und BASF - Wissenstransfer im Bereich ökoeffizienter Produktion" ausgezeichnet. Im Februar 2002 vereinbarten BASF, UNIDO und UNEP die Ökoeffizienz-Analyse in Entwicklungs- und Schwellenländern anzuwenden. Als Pilotprojekt wurde die marokkanische Textilindustrie ausgewählt und das National Cleaner Production Centre (NCPC) eingebunden. Durch die Umsetzung der Ergebnisse der Ökoeffizienz-Analyse sollten die in heftigem globalen Wettbewerb stehenden marokkanischen Textilfärbereien die Möglichkeit erhalten, ihre Umweltperformance auf einen internationalen Standard zu heben, um ihre Marktstellung zu verbessern. BASF hat Mitarbeiter der UNIDO im Umgang mit dem Tool geschult und bietet Fachleuten der NCPC Schulungen an. Bisher haben Fachleute aus Ägypten, Äthiopien, Kenia, Marokko und Uganda an Schulungen teilgenommen. Danach waren sie in der Lage, das Tool selbstständig an die speziellen nationalen Gegebenheiten anzupassen und anzuwenden.

Der Preis In der Kategorie "Abfallverwertung/Recycling" wurde an die Volkswagen AG und die SiCon GmbH für das Volkswagen-SiCon-Verfahren zur Aufbereitung von Schredderrückständen verliehen. VW hat in Zusammenarbeit mit der SiCon GmbH ein mechanisches Aufbereitungsverfahren zur kommerziellen Reife entwickelt. Mit dem VW-SiCon-Prozess werden verwertbare sekundäre Rohstoffe aus Schredderrückständen extrahiert. Durch eine mehrstufige Zerkleinerung, Klassierung und Sortierung, welche die Materialparameter Dichte, Kornform, Magnetisierbarkeit, elektrische Leitfähigkeit und optische Eigenschaften nutzt, werden mehrere kommerziell verwertbare Materialien wie zum Beispiel Granulat, Fasern und Sand gewonnen.

Details zu den Siegerprojekten können auf der Internetseite des BDI unter www.bdi-online.de abgerufen werden.

Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.bdi-online.de

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