Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Weitere 4 Millionen für Forschergruppe „Watt“

01.03.2004 - 01.03.2004

Anzeige


Die Forschergruppe BioGeoChemie des Watts der Universität Oldenburg wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere drei Jahre gefördert. Dafür stellt die DFG 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 800.000 Euro investieren das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Universität Oldenburg in die Verbesserung der Grundausstattung des großen Forschungsprojektes.


Die Erforschung der grundlegenden physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse im Watt könnten nun in der geplanten Weise fortgesetzt werden, sagte der Sprecher der Forschergruppe, Prof. Dr. Jürgen Rullkötter. Das Vorhaben liegt maßgeblich in den Händen des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg. Beteiligt sind auch die Arbeitsgruppe Meeresphysik der Universität, das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen, das Senckenberg-Institut in Wilhelmshaven und das ebenfalls dort angesiedelte Forschungszentrum Terramare.

Die Gutachter aus ganz Deutschland, die im November 2003 die Arbeit der Forschergruppe und ihre Ergebnisse aus den ersten drei Jahren unter die Lupe nahmen, kamen in ihrem Urteil zu einer einhellig positiven Bewertung. Besonders hoben sie die enge fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Geochemikern, Sedimentologen, Meeresphysikern und Mikrobiologen sowie die Bemühungen der Forschergruppe hervor, alle Untersuchungsergebnisse für die Entwicklung mathematischer Modelle zu nutzen, mit denen zukünftige Entwicklungen im Watt vorausgesagt oder Prozesse in Wattgebieten anderer Küstenzonen der Erde untersucht werden können.

Ihre Untersuchungsdaten verdankt die Forschergruppe vor allen Dingen dem etwa 40 Meter langen Messpfahl im Wattfahrwasser nahe der Südwestspitze der Insel Spiekeroog, von dem die oberen 13 Meter aus dem Wasser ragen. Er stellt – so die Einschätzung der Gutachter – ein weltweit einzigartiges Instrument für die Wattforschung dar, da er auch bei stärksten Winterstürmen registrieren kann, wie viel Sedimentmaterial zwischen Watt und offener Nordsee ausgetauscht wird. Solche Messungen sind mit Schiffen oder anderen Geräten nicht möglich. Gerade bei extremen Wetterlagen entscheidet sich, ob das Watt als Spätfolge des Deichbaus im Mittelalter weiterhin Schlick verliert und sich dadurch die Lebensverhältnisse der im Watt lebenden Organismen ändern.

Die Chemiker der Forschergruppe untersuchen den Nährstoffhaushalt im Rückseitenwatt der Insel Spiekeroog. Er wird einerseits kontrolliert durch Zuflüsse aus der Nordsee und aus dem Binnenland über das Siel in Neuharlingersiel. Andererseits spielt eine Rolle, inwieweit das organische Material des abgestorbenen Planktons und anderer Organismen von Bakterien abgebaut und wie viel in das Sediment des Wattbodens eingelagert wird. Diese Abbauvorgänge im Wasser, an der Oberfläche des Watts und in den tieferen Sedimentschichten werden von den Mikrobiologen in allen Einzelheiten untersucht. Dabei spielt die Sauerstoffversorgung eine entscheidende Rolle.

Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Rullkötter
Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM)
Tel. 0441-798-5359, Fax: -3404
E-Mail: j.rullkoetter@icbm.de

Dr. Corinna Dahm-Brey | Quelle: Universität Oldenburg
Weitere Informationen: www.uni-oldenburg.de/presse

Weitere Berichte zu: Biologie DFG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kluge Köpfe für „Invent a Chip“ gesucht
07.02.2012 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Ausschreibung für den Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis
07.02.2012 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bronze-Matrjoschka: hocheffiziente Katalysatoren und Nanoröhrchen mit ungewöhnlicher Symmetrie


Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.

Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.

In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...

Im Focus: Notunterkünfte für Katastrophengebiete


Eine Notunterkunft muss schnell verfügbar, kostengünstig, leicht zu transportieren und unkompliziert im Aufbau sein.

In der Katastrophenhilfe ist daher das Zelt die erste Wahl. Doch oft wird aus dem Provisorium ein Dauerzustand, der sich über Jahre erstrecken kann. Ziel des Projektes Architekturstudierender am KIT: ein Ansatz, der die Lebensbedingungen in solchen Zeltlagern verbessert. Mit der sechseckigen Konstruktion „x-tent.me“ entwickelten sie eine Übergangsform zwischen temporärer ...

Im Focus: Was Larven hungrig macht


Viele Insektenlarven fressen Pflanzen und richten so in der Landwirtschaft Schaden an. Wie wird das Fressverhalten der Larven gesteuert, welche Hormone sind daran beteiligt? Das untersuchen Wissenschaftler vom Biozentrum der Universität Würzburg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ihr Projekt.

Ob ein Mensch Hunger spürt oder sich satt fühlt, wird durch ein komplexes Signalnetzwerk in seinem Organismus bestimmt. Daran beteiligt sind Nervensystem, Magen-Darm-Trakt, Bauchspeicheldrüse und Fettzellen, wobei diese Akteure über so genannte Neuropeptide wie Orexin und über Peptidhormone wie Insulin oder Leptin miteinander kommunizieren. Peptide von diesem Typus spielen im ...

Im Focus: Getriebelose 6-Megawatt-Windturbine am Markt


Siemens hat eine getriebelose Windenergieanlage mit sechs Megawatt (MW) Leistung für den Offshore-Einsatz auf den Markt gebracht.

Windturbinen ohne Getriebe zeichnen sich durch ein robustes Design und ein geringes Gesamtgewicht aus. Diese Kombination senkt Infrastruktur-, Installations- und Wartungskosten und steigert die Energieausbeute und damit die Rentabilität über die gesamte Lebensdauer der Anlage. Die Rotorblätter der SWT-6.0-Windturbine sind mit 75 Meter Länge die größten für 6-MW-Anlagen.

Sie basieren auf ...

Im Focus: Ultrahochspannung: Schalter für 1,2 Megavolt


Siemens hat den weltweit ersten Leistungsschalter entwickelt, der bei Spannungen von 1,2 Millionen Volt arbeitet.

Solche Ultrahochspannungen erhöhen die Übertragungskapazität von Stromleitungen und bieten so die Möglichkeit, auf relativ wenigen Trassen große Mengen elektrischer Energie zu transportieren.

Leistungsschalter werden in Umspannwerken eingesetzt, um einzelne Stromleitungen zu- oder abzuschalten. Der neue Schalter ist für eine Testinstallation im indischen Bina bestimmt. Indien setzt auf die Ultrahochspannungs-Technik, um seine ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Mit Hitze Daten speichern

07.02.2012 | Physik Astronomie

Sharp images from the living mouse brain

07.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

Wir sind Übermorgenmacher

07.02.2012 | Architektur Bauwesen

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Zuverlässig und sicher fahren mit alternativen Antrieben

07.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

II. HHL-Energiekonferenz zu “Smart Cities“

07.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

GI-VDE-Forum zum Thema IT-Sicherheit auf der CeBIT am 9. März 2012 ab 11:00 Uhr

07.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp