Mit ihren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler die Grundlagen für die Entwicklung neuer nano- und biotechnologischer Anwendungen schaffen. Von den Forschungsergebnissen könnte die Vision einer chemischen Nanofabrik, also einer winzigen Fabrik, die aus elementaren chemischen Bausteinen neue Materialien synthetisiert, profitieren.
Die Forscher erhoffen sich dabei neue Informationen über die Transportmechanismen auf der Nanometerskala, die in Zukunft die Herstellung effizienter Transportwege, kleiner “Nanofließbänder“, in den Nanofabriken ermöglichen könnten. Von fundamentaler Bedeutung sind solche Transportprozesse auch für die Funktion oder Fehlfunktion in Zellen. Proteine und andere Botenstoffe werden über verschiedenste Mechanismen in und zwischen Zellen transportiert. Die Experimente zur Diffusion in biologischen Membranen liefern aus diesem Grund auch neue Ansatzpunkte das Entstehen von Krankheiten wie Alzheimer besser zu verstehen.
Der Zusammenschluss von Forschern der drei sächsischen Universitäten ist bisher einzigartig und bündelt erstmals gezielt die Expertisen in Leipzig, Dresden und Chemnitz.
Unterstützt wird die Tätigkeit der Forschergruppe durch die erst kürzlich innerhalb der bundesweiten Exzellenzinitiative bewilligte Leipziger Graduiertenschule “BuildMoNa“, die mit ihrem wissenschaftlichen Schwerpunkt, aus Molekülen und Nanostrukturen funktionelle Einheiten zu bauen, eng mit dem Themengebiet der Forschergruppe verbunden ist.
Weitere Informationen:
Sprecher der Forschergruppe
Prof. Dr. Jörg Kärger
Telefon: 0341 97-32502
E-Mail: kaerger@physik.uni-leipzig.de
Co-Sprecher der Forschergruppe
Prof. Dr. Frank Chichos
E-Mail: chichos@physik.uni-leipzig.de




