Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offshore ist eines der Kernthemen auf der WindEnergy

14.05.2002


WindEnergy, International Trade Fair Vom 18. bis 21. Juni 2002 auf dem Hamburger Messegelände


Die Windparks ziehen auf See: Weltweit wurden bisher in zehn Offshore-Projekten knapp 100 Megawatt (MW) Windenergie auf See installiert - und zwar ausschließlich in nordeuropäischen Gewässern. In unterschiedlichen Stadien der Planung befinden sich zurzeit mehr als 40 Offshore-Windparks vor den Küsten Europas. Und auch in Deutschland entdecken Windanlagen-Hersteller, Projektentwickler und Energieversorger die enormen Potenziale der Windstromerzeugung auf hoher See: Allein beim Deutschen Bundesamt für Seeschifffahrt liegen zurzeit 40 Anträge für Windparks in Nord- und Ostsee vor. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die Windenergiebranche ist das Offshore-Geschäft eines der drei Kernthemen auf der WindEnergy 2002, International Trade Fair, die vom 18. bis 21. Juni in Hamburg stattfindet. Zahlreiche Aussteller der internationalen Fachmesse werden dort ihre aktuellen Offshore-Projekte und Windenergieanlagen vorstellen.

Der Boom für den Offshore-Bereich wird laut der aktuellen WindEnergy-Studie der Hamburg Messe in Deutschland ab 2010 einsetzen, und auch die Studie des WindEnergy-Partners VDMA "Von Onshore zu Offshore - Randbedingungen für eine ökonomische und ökologische Nutzung von Offshore-Windenergieanlagen" zeigt ein großes Potenzial für den Offshore-Bereich auf. Laut Thorsten Herdan, Geschäftsführer im VDMA, müssen jedoch die politischen Rahmenbedingungen hierfür geschaffen und insbesondere die maritime Infrastruktur ausgebaut werden, um ein erfolgsversprechendes Wachstum dieser Technologie in Deutschland zu ermöglichen. Die Anlagenhersteller werden dafür die entsprechende Technik liefern, wie auf der WindEnergy in Hamburg zu sehen sein wird.


Ein Beispiel für das Engagement in Sachen Offshore ist GE Wind Energy, bis vor kurzem Enron Wind: Die Salzbergener haben mit dem Offshore-Windpark der Megawatt-Klasse vor der Küste Südschwedens den bislang weltweit einzigen Windpark außerhalb des unmittelbaren Küstenbereichs errichtet. "Auf der WindEnergy 2002 in Hamburg werden wir uns thematisch ganz unserer neuen 3,6-MW-Anlage für den Offshore-Einsatz widmen", so Dr. Andrea Hein, Pressesprecherin und Marketingleiterin von GE Wind Energy (Halle 4/Stand 4043 D). Die Plambeck Neue Energien AG (Halle 4/Stand 4023 D) wird als Projektentwickler das Offshore-Windpark-Projekt "Borkum Riffgrund", ihre internationalen Aktivitäten zum Ausbau der Windkraft sowie voraussichtlich auch die Arbeit ihres Forschungsschiffs während der Messe WindEnergy in Hamburg vorstellen. In der Planung der Cuxhavener am weitesten fortgeschritten ist der Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund" etwa 38 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Kosten des Projektes: etwa 1,7 Mrd. Euro.

Auch die Nordex AG (Halle 7/Stand 7023 D) präsentiert Details ihrer Offshore-Projekte auf der WindEnergy: Schon im September will der Windenergieanlagenhersteller die ersten Schritte auf See wagen und seinen ersten Prototypen der 2.500-kW-Anlage N-80 vor der dänischen Küste errichten. Die N-80 wäre die erste Offshore-Anlage eines deutschen Herstellers. NEG Micon Deutschland (Halle 4/Stand 4020 B) bietet für den On- und Offshore-Betrieb eine 2-MW-Anlage, die 2002 ebenfalls in die Serienfertigung geht. Auf der Fachmesse werden die NEG Micon Offshore-Experten besonders auf den im vergangenen Jahr errichteten Windpark Yttre Stengrund in Schweden und die zukünftigen Offshore-Projekte eingehen.

Die WPD AG (Halle 4/Stand 4068 I), als Projektentwickler auf der WindEnergy präsent, ist mit seinen Firmenbeteiligungen aktiv im Offshore-Geschäft. So plant die Ostsee Offshore Wind AG, an der die WPD zu 50 Prozent beteiligt ist, den Offshore-Windpark "Kriegers Flak", (70 Windturbinen der 3,5-5 MW-Klasse). Investitionsvolumen: voraussichtlich 260 Millionen Euro. Auch für den WEA-Hersteller DeWind AG (Halle 4/Stand 4046 G) ist Offshore ein Thema auf der WindEnergy. DeWind entwickelt eine Multimegawatt-Turbine für den Einsatz im Meer mit einer Nennleistung zwischen 3 und 4,5 MW. Über reichlich Erfahrung auf dem Wasser verfügt mit AN windenergie (Halle 7/Stand 7063) ein weiterer Aussteller. "Auf der WindEnergy werden wir über den auf See weltweit derzeit leistungsstärksten Windpark Middelgrunden berichten und auch unser aktuelles Projekt in Nystedt wird deutliches Thema auf der Fachmesse sein", so Heiko Wuttke, Offshore-Experte bei AN windenergie.

Als eines der drei Kernthemen des inhaltlichen Konzeptes der WindEnergy - Export, Finanzierung und Offshore - findet sich das Thema Offshore auch in dem umfangreichen Rahmenprogramm der internationalen Fachmesse wieder: Unter der Federführung des Deutschen Windenergie-Instituts, DEWI, finden im Forum Publikumsdiskussionen und Vorträge zum Thema Windparks auf See statt. Experten aus Politik und Wirtschaft sowie Projektentwickler werden dort unter anderem die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen von Offshore, wie etwa die Netzanbindung der Hochleistungswindparks auf See, diskutieren und von ihren Erfahrungen mit den ersten Offshore-Projekten berichten. So wird ein Vortrag Versicherungs- und Finanzierungsfragen von Offshore-Projekten in Deutschland, Irland und Belgien aufgreifen.

Gudrun Blickle | ots
Weitere Informationen:
http://www.windenergy-hamburg.de

Weitere Berichte zu: Fachmesse Offshore Projektentwickler Windpark

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED-Produktionsanlage aus einer Hand
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE