Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zuliefermesse Z 2002: "Pecceno" - des Meisters neuer Liebling

06.05.2002


Unter dem Dach des Technologie Centrums Chemnitz (TCC) wagt die Chemnitzer Uni-Absolventin Dr. Bettina Keil mit der Software "Pecceno" den Sprung in die Selbständigkeit.
Foto: Mario Steinebach


Chemnitzer Uni-Absolventin beendet Chaos in der Auftrags- und Werkstattsteuerung

(Gemeinsame Presseerklärung der TU Chemnitz und des Technologie Centrum Chemnitz)

Nicht selten fühlen sich kleine und mittelständische Unternehmen von großen Softwarefirmen im Stich gelassen, insbesondere dann, wenn es um die Steuerung der Fertigung in ihrer Werkstatt oder ihrer gesamten Produktion geht. So manche Standardsoftware lässt sich nur schwer an die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen anpassen. Selten gibt es Systeme, die beispielsweise der Meister in der Werkstatt selbst bedienen kann. Hinzu kommt noch ein anderes Problem: Vielerorts wird die Fertigung vom Wechselspiel zwischen gewollter Planung und vorherrschendem Chaos bestimmt. Oft fehlt im Unternehmen der Mut, aus dieser Situation auszubrechen, obwohl für viele zunehmend eine Kostenreduzierung bei erhöhter Liefertreue und erhöhter Qualität zur Überlebensfrage geworden ist.

Dr. Bettina Keil von der im Technologie Centrum Chemnitz ansässigen Firma Keilware GmbH hat nun eine Software mit dem Namen "Pecceno" entwickelt (der Name ist an das spanische Wort "pequeno" angelehnt, das im Deutschen "klein" bedeutet). Mit dieser insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen gedachten Systemlösung lassen sich die Prozesse in der Werkstatt oder in der Auftragsfertigung transparent gestalten und zielsicher planen. Alle Aufträge können so von der Erfassung über die Fertigung bis hin zur Lieferung mit einem einzigen System gesteuert werden. Das flexible System, versetzt den Nutzer in die Lage, schnell Anfragen zu bearbeiten, Aufträge aufzunehmen, Fertigungen zu planen und durchzuführen sowie Lieferscheine und Rechnungen zu erstellen. Integrierte Controlling-Funktionen sorgen dafür, dass der Nutzer nie den Überblick über seine Produktion verliert.

Die 38-jährige Geschäftsführerin, die auf diesem Gebiet bereits mehrere Jahre an der Professur für Arbeitswissenschaft der TU Chemnitz geforscht und mit Unternehmen der Region zusammengearbeitet hat, legt bei der Softwareentwicklung besonderen Wert auf die leichte und zielsichere Bedienbarkeit des Programms sowie auf eine schnelle und übersichtliche Informationsverarbeitung, damit beispielsweise der Meister selbst das Programm unmittelbar in der Werkstatt nutzen kann. Weiterer Vorteile: "Pecceno" kann bei laufender Produktion eingeführt werden. Außerdem sind weder langwierige Schulungen für Mitarbeiter noch lange Einführungszeiten erforderlich. Noch nicht einmal ein zusätzlicher Systemadministrator für die Pflege des Systems wird benötigt.

Damit ist die Chemnitzer Software nicht nur für Teile- und Lohnfertiger geeignet, sondern speziell auch für Unikatfertiger wie Werkzeug- und Formenbauer und Sondermaschinenbauer. Die Unternehmensgröße spielt dabei keine Rolle, denn das Programm ist als Steuerungsinstrument für den Meister in der Werkstatt ebenso konzipiert wie für die Steuerung der Komplettbearbeitung in einem mittelständischen Unternehmen. "Pecceno" erfüllt alle Anforderungen an ein flexibles Werkstattsteuerungssystem und beinhaltet zusätzlich alle Funktionen, die für eine Auftragsabarbeitung benötigt werden. Es ist modular aufgebaut und ermöglicht dem Nutzer, tatsächlich nur die Module zu erwerben, die er braucht. Das heißt, wenn keine PPS-Funktionen benötigt werden, dann ist "Pecceno" auch als reine Werkstattsteuerung einsetzbar. Oder wenn ein Unikatfertiger keine Artikelverwaltung benötigt, dann kann das System auch durchgängig ohne Artikel und Artikelnummern arbeiten. Anders ausgedrückt: Mit "Pecceno" kann der Nutzer - wie der Name schon sagt - klein anfangen, und das System mit den Bedürfnissen wachsen lassen.

Derzeit erweitert die Keilware GmbH das Programm um eine Sprachaus- und -eingabe sowie um eine Videounterstützung. "Durch die erhöhte Transparenz und Organisationshilfe amortisiert sich das System meist schon nach einem halben Jahr", versichert Dr. Keil. Die Marktchancen für "Pecceno" seien gut, denn in die Entwicklung sind schließlich jahrelange Kooperationserfahrungen der Professur Arbeitswissenschaften der Chemnitzer Universität mit der Industrie eingeflossen. Die Geschäftsführerin gibt sich zuversichtlich "Ich denke, das Unternehmen Keilware weiß unterdessen ziemlich genau, wo des Meisters Schuh drückt und kann mit ’Pecceno’ helfen, diesen Druck zu nehmen".

Gemeinsam mit der Professur Arbeitswissenschaften der TU Chemnitz präsentiert Keilware die neueste Version von "Pecceno" vom 19. bis 21. Juni 2002 auf der Zuliefermesse Z 2002 in Leipzig (Halle 2, Stand D82 - Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen").

Weitere Informationen: Technologie Centrum Chemnitz, Keilware GmbH, Dr.-Ing. Bettina Keil, Annaberger Str. 240, 09125 Chemnitz, Tel.: (03 71) 53 47 - 6 45, Fax: (03 71) 53 47-6 46, E-Mail bettina.keil@keilware.de

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.keilware.de

Weitere Berichte zu: Keilware Zuliefermesse

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie