Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAA 2007: Mehr Fahrzeugelektronik für weniger CO2

11.09.2007
Siemens VDO präsentiert in Frankfurt neue Lösungen für effizientere Antriebe

Siemens VDO zeigt auf der 62. IAA Pkw wieder innovative Produkte, die Verbrauch und Emissionen weiter senken und gleichzeitig die Fahrdynamik verbessern. Im Fokus stehen Systemlösungen für Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe und für die fortschreitende Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Mit dem neuen Turbolader rundet das Unternehmen seine Systemkompetenz zur Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren ab.



Siemens VDO bietet Automobilherstellern umfassendes System-Know-how, das Fahrzeugantriebe noch sparsamer und umweltfreundlicher macht. Bestes Beispiel dafür ist die Piezo-Technologie. Bereits im Jahr 2000 weltweit erstmals in Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung eingesetzt, erfolgte 2006 der Technologietransfer in den Benzinmotor. Hier spart die Piezo-Direkteinspritzung im Vergleich zum Benziner mit konventioneller Saugrohreinspritzung bis zu 20 Prozent Kraftstoff und dem entsprechend ebenso viele Kohlendioxid (CO2)-Emissionen ein.

Turbolader für Ottomotoren

Noch effizienter wird ein Verbrennungsmotor durch den Einsatz des Turboladers, den Siemens VDO in Frankfurt der Öffentlichkeit vorstellt. Damit baut das Unternehmen seine Rolle als kompetenter Systemanbieter weiter aus. Siemens VDO treibt die Turbolader-Technologie auf der Komponenten-, System- und Integrationsebene voran. Mit Blick in die Zukunft werden Turbolader mehr und mehr zum integralen Bestandteil eines allumfassenden Motormanagementsystems. Entsprechendes System-Know-how fließt auch in ein „Low-CO2”-Demonstrationsfahrzeug ein, das Siemens VDO gemeinsam mit den Partnern Lotus Engineering und Emitec entwickelt, um in Zukunft noch niedrigere CO2-Emissionswerte zu erzielen.

Speziell in Verbindung mit Direkteinspritzung bietet der Turbolader die Möglichkeiten zum „Downsizing“, also die Nutzung kleinerer, sparsamerer Benzinmotoren bei sonst gleichen Leistungsdaten. Mit den so möglichen, mehr als 15 Prozent niedrigeren CO2-Emissionen rücken Ottomotoren in die Nähe moderner Dieselmotoren.

„Engine-Emission-Management“ für Dieselmotoren

Ein Dieselmotor stößt 25 Prozent weniger CO2 aus als ein Ottomotor. Die Piezo-Technologie senkt den CO2-Ausstoß gegenüber herkömmlicher Dieseldirekteinspritzung sogar nochmals um drei Prozent. Die größere Aufgabe beim Diesel heißt jedoch: Stickoxid- und Partikelemissionen weiter reduzieren. Mit den kommenden Schadstoffnormen Euro 5 ab 2009 und Euro 6 ab 2014 wird der zulässige Ausstoß von Partikeln und Stickoxiden (NOX) auf ein Niveau gesenkt, das weitere tiefe technische Eingriffe erforderlich macht. Siemens VDO unterstützt die Fahrzeug- und Motorenhersteller bei dieser Aufgabe mit einem Systemansatz, der Emissionen nachhaltig senkt und dennoch Verbrauch und Kosten im Blick behält. Das neue „Engine-Emission-Management“-Konzept basiert auf einem Modul-Baukasten für die innermotorische Optimierung, die Abgasnachbehandlung und die Motorsteuerung. Die darin enthaltenen Elemente können je nach Fahrzeug- und Leistungsklasse nahezu beliebig kombiniert werden, um Automobile, vom preiswerten Kleinwagen bis zum schweren Geländewagen, sicher über die Hürden von Euro 5 und Euro 6 zu bringen.

Elektrifizierung des Antriebsstrangs

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu niedrigeren Emissionen sind Hybridantriebe von Siemens VDO. Sie verbinden Verbrennungs- und Elektromotor in einem Fahrzeug. Derzeit fokussiert Siemens VDO seine Entwicklungen auf Hochspannungslösungen für Voll- und Mild-Hybridanwendungen. Hier nutzt Siemens VDO seine über 20-jährige Erfahrung beim perfekten Zusammenspiel von Komponenten, bei Elektromotoren und Leistungselektronik sowie beim integrierten Motor- und Antriebsstrang-Management. So lässt sich der Energiespeicher des Hybridfahrzeugs beim Bremsen optimal aufladen, um diese Energie beim Beschleunigen wieder an den Antriebsstrang abzugeben. Damit werden Verbrauchsvorteile von über 25 Prozent (im NEDC) erzielt. Die Umwelt profitiert spürbar durch CO2-Einsparungen. Mit dem Hybrid-Antrieb zeichnet sich langfristig ein Paradigmenwechsel hin zum elektrischen Fahren ab. Der Elektroantrieb ist die Antriebslösung der Zukunft, mit dem strengste Emissionsvorschriften erfüllt werden können.

Elektronik reduziert den Kraftstoffverbrauch

Elektronische Komponenten tragen zur deutlich besseren CO2-Bilanz bei. Die Reduktion von CO2-Emissionen steht auch im Fokus des elektrischen Energiemanagements. Hierfür entwickelt Siemens VDO intelligente Lösungen, die je nach Ausbaugrad insbesondere im Zusammenspiel mit Hybridantrieben Verbrauch und CO2-Emissionen deutlich senken. Effizientes Energiemanagement ermöglicht darüber hinaus die Einführung einer elektrisch betriebenen Lenkhilfe, die etwa im Vergleich mit einer hydraulischen Servolenkung bis zu zwei Prozent weniger Kraftstoff braucht. Der Einsatz von elektrischen bedarfsorientiert geregelten Wasser-, Öl- und Kraftstoffpumpen spart ebenfalls etwa bis zu zwei Prozent Kraftstoff ein. Systeme zur Reifendrucküberwachung signalisieren dem Fahrer zu geringen Reifendruck und helfen, die CO2-Emissionen um bis zu drei Prozent zu senken.

Weiter denken – die Vision vom emissionsfreien Fahren

Siemens VDO denkt bereits heute an neue Technologien, die den Klimaschutz langfristig unterstützen und setzt auf zukunftsweisende technologische Trends, die in den kommenden Jahrzehnten in Fahrzeugen auf unseren Straßen zu sehen sein werden. Eine Lösung, die sich bereits abzeichnet, ist die Integration elektrischer Komponenten für Antrieb, Lenkung und Dämpfung sowie der elektronischen Keilbremse in die Räder der Autos von Morgen. Mit diesem Konzept namens „eCorner“ als Basis für umweltfreundliche Automobile hat die emissionsfreie Zukunft bei Siemens VDO schon begonnen.

Weitere Informationen für Leser und Endkunden unter:
http://www.siemensvdo.de/contactus
Die Siemens VDO Automotive AG (Regensburg) ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik und erwirtschaftet rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes in diesem Segment. Als Entwicklungspartner der Automobilindustrie bietet das Unternehmen Produkte und Lösungen, die Sicherheit, Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit erhöhen, die Leistung steigern und dabei Emissionen reduzieren sowie eine bessere Information des Fahrers im Auto und die Vernetzung mit der Außenwelt ermöglichen. Siemens VDO erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 (30.9.2006) einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro und ein Ergebnis von EUR 669 Mio. (nach US-GAAP), was einer EBIT-Marge von 6,7 Prozent entspricht.

Dr. Maria Lahaye-Geusen | Siemens VDO Automotive AG
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.de/contactus
http://www.siemensvdo.com

Weitere Berichte zu: CO2 CO2-Emission Dieselmotor Emission IAA Kraftstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive