Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

f-cell 2007: Brennstoffzellen bewegen

10.09.2007
Autos fahren, unbemannte Flugzeuge fliegen bereits mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. Ein entsprechendes Leichtflugzeug mit Besatzung soll schon bald abheben können.

Alternative brennstoffzellenbetriebene Energiesparmobile legen Rekordentfernungen von über 2.000 Kilometern mit dem Energiegehalt von nur einem Liter Benzin zurück. Zu sehen sind diese besonderen Fahr- und Flugzeuge während des internationalen Fachforums „f-cell“ am 24. und 25. September in Stuttgart. Für registrierte Gäste, die sich vorab unter www.f-cell.de eingeschrieben haben, ist der Messebesuch kostenlos.

Stuttgart (eos) – Dass mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen nicht nur die Gemüter der Entwickler bewegen – sondern Autos und Flugzeuge, das veranschaulicht die diesjährige „f-cell“ (kurz für fuel cell, das englische Wort für Brennstoffzelle), ein Brennstoffzellen-Fachforum am 24. und 25. September in Stuttgart. „Die Symposiums-Vorträge und die Exponate auf unserer Messe zeigen, was Brennstoffzellen heute leisten können“, sagt Peter Sauber, Geschäftsführer der Gerlinger Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, die den Branchen-Event gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zum siebten Mal veranstaltet. Die Ausrichter legen den Schwerpunkt der diesjährigen „f-cell“ auf die mobilen Anwendungen des umweltfreundlichen Energiewandlers und kooperieren mit der DaimlerChrysler AG sowie dem baden-württembergischen Umweltministerium.

Brennstoffzellen-PKW in der Stuttgarter City

Während frühe Prototypen der Brennstoffzellen-Autos den benötigten Wasserstoff noch in Druckgasbehältern auf dem Dach mitführten und dadurch weithin als neuartige Versuchsfahrzeuge erkennbar waren, unterscheiden sich heutige Modelle optisch nicht mehr von bekannten Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Wer die Mercedes-Benz A-Klasse F-Cell von einer traditionellen A-Klasse unterscheiden möchte, merkt dies am schnellsten daran, dass das Auto quasi lautlos dahingleitet und statt Abgasen lediglich Wasserdampf aus dem Auspuff kommen. Wer das nicht glauben mag, hat während der diesjährigen „f-cell“ Gelegenheit, das Objekt zu studieren. Die Brennstoffzellen-A-Klasse mit markanter F-Cell-Aufschrift dreht Vorführrunden um den Veranstaltungsort - das Haus der Wirtschaft in der Stuttgarter City.

B-Klasse F-Cell erlaubt Blick ins Innere

Zwar sind die Brennstoffzellen-Autos schon recht nah an der Marktreife. Trotzdem gibt es noch die ein oder andere Herausforderung, zu bewältigen. Dazu gehören unter anderem die Verlängerung der Lebensdauer sowie die Reduktion der Kosten. DaimlerChrysler arbeitet daher an dem Nachfolgemodell der A-Klasse F-Cell, der neuen Mercedes-Benz B-Klasse F-Cell, die sich zum Beispiel durch ihre deutlich größere Reichweite pro Tankfüllung auszeichnet und die auf der Messe als Schnittmodell zu sehen sein wird. „Das ist spannend, denn Brennstoffzellen-Autos unterscheiden sich schließlich durch ihr Innenleben“, meint Veranstalter Sauber, der registrierte Interessenten zum kostenlosen Besuch der Messe einlädt. Eine Registrierung ist auf der Veranstaltungshomepage unter www.f-cell.de möglich.

Energiesparmobil verbraucht 0,04 Liter auf 100 Kilometer

Doch auch den Experimentalfahrzeugen von Studententeams der Uni Chemnitz sowie der Hochschule in Offenburg räumen die Veranstalter gute Chancen ein, zum Publikumsliebling zu avancieren. Das Chemnitzer Team mit dem klangvollen Namen „Fortis Saxonia“ stellt gleich zwei brennstoffzellenbetriebene „Ökomobil-Fahrzeuge“ vor. Sie heißen „Sax 1“ und „Sax 2“ und nahmen beiden in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich beim Shell Eco-Marathon im südfranzösischen Nogaro teil. Auch das Offenburger Energiesparmobil mit den etwas irreführenden Namen „Schluckspecht“ blickt auf eine sehr erfolgreiche Eco-Marathon Karriere zurück. Den alternativen Wettbewerb gewinnt das Fahrzeug, das mit dem Energie-Äquivalent von einem Liter Benzin, die weiteste Stecke zurücklegen kann. „Sax 1“ brachte es auf 1.742, „Sax 2“ auf 2.552 und der „Schluckspecht“ sogar auf stolze 2.716 Kilometer. Die Energiesparmobile machen jedoch nicht nur Spaß und die Brennstoffzelle bekannter, sie dienen ihren Sponsoren vor allem als Plattform für den Praxistest ihrer Komponenten.

Flugzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb

Ein völlig neu entwickeltes, bemanntes Leichtflugzeug, das mit herkömmlichen Zweisitzern konkurrieren kann, wollen Wissenschaftler der Universität Stuttgart künftig mit Brennstoffzellen-Antrieb fliegen lassen. Brennstoffzellen in Kombination mit einem Elektromotor seien das konsequenteste und effektivste Antriebskonzept für ein umweltfreundliches Flugzeug, erklärte das Entwickler-Team, das das geplante Produkt bereits auf den Namen „Hydrogenius“ taufte. Auf der „f-cell“ wird ein großes „Hydrogenius“-Modell zu sehen sein, das einen realistischen Eindruck des künftigen Originals vermittelt.

Auch das mit Wasserstoff und Brennstoffzellen betriebene (unbemannte) Flugmodell HyFish des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das kürzlich seinen Jungfernflug absolvierte, wird während der „f-cell“ ausgestellt sein. Das Modell ist 1,2 Meter lang und sechs Kilogramm schwer. Auf einem sieben-minütigen Video können Interessierte seinen ersten Flug nachverfolgen. Auf dem Gebiet der Luftfahrtanwendungen erreichte das DLR einen wichtigen Meilenstein in Zusammenarbeit mit Airbus: Erstmals testeten die Wissenschaftler ein Brennstoffzellenystem im DLR-eigenen Forschungsflugzeug ATRA (A320). Erste Ergebnisse des Tests stellen sie im Rahmen eines Symposiumsvortrages vor.

Vorträge zu Brennstoffzellen in Bewegung

Denn nicht nur auf der „f-cell“-Messe machen Brennstoffzellen mobil. Auch das Vortragsprogramm spiegelt den diesjährigen Schwerpunkt. Am zweiten Kongresstag erfahren die Teilnehmer das neuste aus den Entwicklungsabteilungen von gleich vier Automobilherstellern: Neben DaimlerChrysler sind Volkswagen, General Motors und Fiat vertreten. Außerdem sind Brennstoffzellenanwendungen in der Luftfahrt und der dänische Wasserstoff-Zug Vortragsthemen.

Das aktuelle Vortragsprogramm sowie eine Liste aller Aussteller sind auf der Homepage der Veranstaltung unter www.f-cell.de zu finden. Weitere Information gibt es bei der Peter Sauber Agentur: 07156-43624-52, E-Mail: sabine.vetter@messe-sauber.de

Silke Maiwald | Peter Sauber Agentur
Weitere Informationen:
http://www.f-cell.de
http://www.hydrogeit.de

Weitere Berichte zu: A-Klasse Brennstoffzelle F-Cell Wasserstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Safety first – höchstmöglicher IT-Schutz
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Schaltschrank-Standards zum Anfassen
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikro-U-Boote für den Magen

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Echoortung - Lernen, den Raum zu hören

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert

24.01.2017 | Wirtschaft Finanzen